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Tarifrunde Telekom: Höhepunkt der Warnstreiks

Tarifrunde Telekom: Höhepunkt der Warnstreiks

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12.04.2016 - Die Warnstreiks zur Begleitung der laufenden Entgeltrunde bei der Deutschen Telekom erreichen am heutigen Dienstag ihren bisherigen Höhepunkt. Gleichzeitig werden in Bonn die Verhandlungen in der entscheidenden Runde für die rund 63.000 Tarifangestellten und Auszubildenden fortgesetzt. Die Gespräche sind bis zum morgigen Mittwoch angesetzt.

Bundesweit befinden sich seit heute Morgen gut 12.500 Telekom-Beschäftigte im Warnstreik. Die Arbeitsniederlegungen betreffen insbesondere die Kundenservice- und Technik-Bereiche. Sie werden von Demonstrationen, Kundgebungen und Aktionen der Telekom-Beschäftigten und -Auszubildenden begleitet, die in nahezu allen Bundesländern stattfinden. Mit der Zuspitzung der Warnstreiks verdeutlichten die Beschäftigten ihre Entschlossenheit und appellierten an den Arbeitgeber, sich in den Verhandlungen zu bewegen, hieß es bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

ver.di-Verhandlungsführer Michael Halberstadt hält eine Lösung des Tarifkonflikts am Verhandlungstisch für möglich. „Die beiden jetzigen Verhandlungstage entscheiden über ein Ergebnis oder Scheitern. Wenn die Telekom-Arbeitgeber an einer Einigung interessiert sind, müssen sie sich jetzt bewegen. ver.di will eine Lösung am Verhandlungstisch“, sagte Halberstadt am Dienstagmorgen.

Die vierte Verhandlungsrunde beginnt am Vormittag in Bonn. ver.di verhandelt seit Ende Februar mit der Deutschen Telekom. Konkret geht es unter anderem um eine tabellenwirksame Entgelterhöhung um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine Komponente zur überproportionalen Anhebung der unteren Einkommen. Darüber hinaus will die Gewerkschaft den Vertrag über den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen verlängern. Die Höhe der Ausbildungsvergütungen und der Vergütungen für duale Studenten soll um 60 Euro angehoben werden.