Nachrichten

Liberty Global Beschäftigte wollen faire Jobs

Aktionstag

Liberty Global Beschäftigte wollen faire Jobs

Flaggen der UNI-Europa UNI UNI-Europa-Flaggen

Unitymedia / Liberty Global

Aktionstag für Erhaltung guter Jobs

Unter der Regie von UNI Global Union haben sich Mitarbeiter im globalen Konzern von Liberty Global zur UNI Liberty Global Trade Union Alliance zusammen geschlossen. Heute startet in karibischen Ländern und in Europa ein Aktionstag gegen die fortschreitende Erosion von guten Arbeitsplätzen zu Lasten von Bezahlung und Sicherheit.

In ganz Europa und der Karibik haben Liberty Global Mitarbeiter ein gemeinsames Muster erkannt, in dem Arbeiter outgesourct werden und denselben Job für dieselbe Gesellschaft, aber für weniger Lohn und ohne Arbeitsplatzsicherheit, ausführen. Dabei nutzt die Konzernmutter Liberty Global seine Tochtergesellschaft Cable and Wireless um über Akquisitionen, wie z. B. der Zusammenschluss mit Columbus Communications (FLOW), die hart erarbeiteten Löhne und Vorteile der langjährigen Mitarbeiter zu reduzieren.
In vielen Fällen steht dies entgegen dem nationalen Recht und der industriellen Verfahrensweisen der Länder. „Liberty Global denkt, es stehe über dem Gesetz und versucht weiterhin, die Löhne und Vorteile der Arbeiter in Antigua und anderen Ländern illegal zu reduzieren. Aber heute setzen die Beschäftigten in Europa und in karibischen Staaten ein eindeutiges Zeichen, dass Gewerkschaften weltweit dies nicht unterstützen und diese Ungerechtigkeit nicht zulassen werden“, so Chester Hughes, stellvertretender Generalsekretär der Antigua und Barbuda Gewerkschaft.

Auch auf einer heute stattfindenden Betriebsversammlung bei Unitymedia zeigen Betriebsräte und Beschäftigte ihren Unmut über diese Machenschaften. Auch bei Unitymedia kam es bereits durch Outsourcing von Geschäftsfeldern zum Arbeitsplatzabbau in Deutschland zu Gunsten von vermeintlichen Billiglohnländern in Osteuropa oder Indien. Doch UnityMedia Betriebsrat Stefan Kerpers verweist auch auf Erfolge. Betriebsräte und ver.di haben durch umsichtige Tarifverhandlungen eine Verlagerung einer Filialkette des Unternehmens in ein Billiglohnsegment verhindern können. Durch den Tarifvertrag genießen die betroffenen Beschäftigten auch weiterhin faire Zahlungsbedingungen und gereregelte Arbeitszeiten und weitere günstige Regelungen, die bislang in Betriebsvereinbarungen fixiert waren.

Der Aktionstag ist eine Solidaritätsbekundung von Beschäftigten in karibischen und europäischen Ländern mit dem gemeinsamen Interesse an guten und fairen Arbeitsbedingungen.“Wir appellieren am Management von Liberty Global, sich auf eine globale Partnerschaft mit seinen Arbeitern durch UNI Globals Tochtergewerkschaft einzulassen, indem sie sich mit unserem Verband als geeinte Gruppe treffen. Allein durch einen Dialog, der faire und stabile Jobs fördert, kann Liberty Global die qualitativ wertvollen Angestellten, die diese Gesellschaft konkurrenzfähig halten, behalten“, erklärt Alke Boessiger, Leiter der UNI ICTS bei UNI Global Union.

Zum Download findet sich eine Pressemeldung der UNI Europa zum heutigen Aktionstag.
Einen Link zur entsprechenden Aktion auf den Seiten der UNI gibt es hier. (Englisch)