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Telekom: Verhandlungen zur Harmonisierung fortgesetzt

Telekom: Verhandlungen zur Harmonisierung fortgesetzt

Dritte Verhandlungsrunde in Köln

Vom 20. bis 22.Februar sind die Verhandlungen zu einem harmonisierten Entgeltrahmentarifvertrag zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband agv:comunity (wie vereinbart) fortgeführt worden. In intensiven Gesprächen, die teils bis in die Abend-  und Nachtstunden reichten, wurden die einzelnen Verhandlungsbestandteile und unterschiedlichen Sichtweisen erörtert.

 

Skepsis statt Fortschritt

Zu Beginn dieser Verhandlungsrunde wuchs die Skepsis, innerhalb der drei Tage nennenswerte Fortschritte, geschweige denn ein Ergebnis, erzielen zu können. Zu weit liegen die Positionen der Arbeitgeber und die Vorschläge der ver.di-Verhandlungskommission zu einem harmonisierten Entgeltrahmensystem auseinander.

Die Arbeitgeber erklärten zwar, an dem Ziel eines einheitlichen Entgeltrahmentarifvertrag weiter interessiert zu sein, ließen es dafür allerdings - aus Sicht der ver.di Verhandlungskommission - an tragfähigen Vorschlägen an entscheidenden Stellen fehlen. Die Arbeitgeber argumentieren stattdessen zu verschiedenen Verhandlungsgegenständen, plötzlich mit „Benchmarkvergleichen“ zum Markt, die bei der Gestaltung beachtet werden sollen. Dabei standen weniger Harmonisierungsgedanken im Vordergrund, vielmehr sollen damit Eingriffe in bestehendes Tarifniveau begründet werden.

Der ver.di-Verhandlungsführer, Frank Sauerland, forderte die Arbeitgeberseite daraufhin auf,  von „wünsch-dir-was“-Positionen abzurücken und tragfähige Lösungsvorschläge  zur  Harmonisierung  in die Verhandlungen einzubringen. Es geht um Harmonisierung und Weiterentwicklung der bestehenden Systeme und nicht um den „Rückbau“ des vorhandenen Tarifniveaus auf Basis zweifelhafter Benchmarkvergleiche!

 

Suche nach gemeinsamen Sichtweisen

Nachdem in den offiziellen Verhandlungen kein Weiterkommen erkennbar war, verständigten sich die Verhandlungsführungen auf mehrere Sondierungsrunden, zu den unterschiedlichen Verhandlungsblöcken.

Nach vielen intensiven und langen Gesprächen, konnten in den Sondierungen Positionen miteinander ausgetauscht werden, die es aus Sicht der Verhandlungskommission wert sind, weiter diskutiert zu werden. Allerdings wurde auch klar, dass noch sehr viel Bewegung notwendig ist, um echte Fortschritte zu ermöglichen.

 

Weiterer Verhandlungstermin vereinbart

Um den in den Sondierungen „aufgenommenen Ge- sprächsfaden“ nicht abreißen zu lassen, verständigten sich ver.di und der agv:comunity kurzfristig darauf, die Verhandlungen am 07. bis 09. März fortzuführen.

Die Zeit für tragfähige Lösungen wird knapp. Bis Ende März sollen Ergebnisse vorliegen.

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