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STRABAG PFS: Tarifinfo#11

STRABAG PFS: Tarifinfo#11

Logo ver.di in der STRABAG PFS Fachbereich 9 / verdi STRABAG_PFS_VERDI

Tarifeinigung: Beschäftigungssicherung, Einstieg in Altersteilzeit, moderate Entgelterhöhung

Kündigungsschutz und Ausweitung TV Ratio

Hauptziele Beschäftigungsschutz und Sicherheit sind erreicht!

Der Tarifvertrag Ratio wird für drei Jahre – bis zum 31. Dezember 2018 – verlängert und auf alle Beschäftigten ausgeweitet, die seit mindestens fünf Jahren in der STRABAG PFS sind. Das beinhaltet den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bis Ende 2018. „Beschäftigungssicherheit hat oberste Priorität für uns“, kommentiert ver.di-Verhandlungsführer Pascal Röckert. „Hier haben wir es geschafft, nicht nur unsere Forderungen einzulösen, sondern zusätzlich das Thema Altersteilzeit zu platzieren. Angesichts des vom Arbeitgeber angekündigten massiven Personalabbaus ist das ein enormer Erfolg.“ Der Arbeitgeber hat die Beschäftigten schließlich mit Entlassungen und Transfergesellschaft konfrontiert. 

Altersteilzeit

Altersteilzeit wird als Instrument bei der STRABAG PFS eingeführt: Ein weiterer Erfolg ist die Einigung über Altersteilzeitangebote, die bereits 2016 mit einem ersten Kontingent von 50 starten sollen. Grundlage der Regelungen wird der Tarifvertrag Altersteilzeit bei der Telekom sein.

Entgelt

Minimal-Kompromiss beim Thema Entgelt:  Schwieriges Thema war die Forderung nach einer Entgelterhöhung von 120 Euro. Hier liegt ein gewaltig abgespecktes Angebot vor: 20 Euro für die erste, 40 Euro für die zweite Lohnlinie mit einer Laufzeit bis Ende 2017. „Hier mussten wir zugunsten der Beschäftigungssicherung erheblich Federn lassen. Aber wir haben es geschafft, tabellenwirksame Erhöhungen statt einer Einmalzahlung zu erreichen und außerdem die Angleichung der zweiten Lohnlinie einen Schritt voran zu bringen“, erklärt Verhandlungsführer Pascal Röckert. „Dies kommt auch den Beschäftigten der STRABAG RPS zu 100 Prozent zugute.“ ver.di hat außerdem eine deutliche Erhöhung der Servicepauschale auf 95 Euro durchgesetzt.

STRABAG-Kolleginnen und -Kollegen begleiten die Verhandlungen. Fachbereich 9 / verdi STRABAG Warnstreik#Troisdorf

Kämpferischer Verhandlungsauftakt

500 Beschäftigte aus NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz kamen zum Auftakt der vierten Tarifverhandlungsrunde nach Königswinter. In Erfurt zeigten Thüringer Beschäftigte Flagge und sandten ihre Solidaritätsbotschaft an den Rhein.

Verhandlungszusage für Dual Studierende und Auszubildende

Die Forderungen der Dual Studierenden und Auszubildenden konnten berücksichtigt werden. Es liegt eine Verhandlungszusage zu Unterhaltsbeihilfe und zur Reise- bzw. Wegekostenerstattung vor. Die Verhandlungen sollen bis zum 31. August 2016 abgeschlossen sein.

Alle Beschäftigten profitieren

Alle Beschäftigten profitieren durch Ratio-Schutz, Altersteilzeit oder Entgelt.  Das Ergebnis beinhaltet Vorteile für alle STRABAG PFS-Beschäftigten: Beschäftigungssicherheit trotz Ankündigung von massivem Personalabbaus, Entgelterhöhungen - wenn auch kleine - trotz Ankündigung von erwarteten Umsatzeinbußen und Altersteilzeit als Angebot für 50 Beschäftigte noch in 2016 mit der Option, dies künftig auszubauen.  „Wir empfehlen eine Annahme des Tarifergebnisses“, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Pascal Röckert für die Tarifkommission. „Wir haben in harten und langen Verhandlungsrunden ein Ergebnis erstritten, das sich vor allem in der Branche sehen lassen kann. Das verdanken wir unseren Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben, die durch ihre Aktivitäten Bewegung in die Verhandlungen gebracht haben – das war MOVE im ver.di-Stil.

Details und Impressionen von den die Verhandlungen begleitenden Protesten gibt es im Tarifinfo#11 (PDF).