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Telekom-Beamte: Resolution

Telekom-Beamte: Resolution

Gemeinsame Konferenz RLP-Saar/Ba-Wü für Beamtinnen und Beamte bei Telekom

R E S O L U T I O N


ver.di engagiert sich
für ein fortschrittliches Laufbahnrecht, wobei der Leitgedanke die fortwährende Qualifizierung und nachhaltige, effiziente Personalentwicklung ist. Dessen aktive Umsetzung gilt als ein wichtiger strategischer Erfolgsfaktor, schon allein deshalb, um Veränderungs- und Modernisierungsprozesse erfolgreich umsetzen zu können. Das ist eine der Grundvoraussetzungen für eine wettbewerbsfähige Telekom im nationalen wie internationalen Weltmarkt.
Auch die beamteten Beschäftigten bei der Telekom müssen sich neuen fachlichen, technischen und demografischen Anforderungen sowie komplexer werdenden Aufgaben stellen. Ihre Förderung und Sicherung der beruflichen Fortentwicklung zudem versorgungswirksam zu gestalten, ist nicht nur eine gewerkschaftliche Forderung sondern unter dem Aspekt der sozialen Gerechtigkeit zeitgerecht und dringend notwendig.

ver.di kritisiert die völlig unzureichenden Maßnahmen zur Sicherung des versorgungswirksamen, beruflichen Einsatzes und der Qualifizierung. Desweiteren die nicht vorhandenen Schutzregelungen für die beamteten Beschäftigten in den Veränderungs- und Modernisierungsprozessen und deren Folgen anlässlich von Organisationsmaßnahmen. Wertschätzung, Teilhabe am unternehmerischen Erfolg und Fürsorge müssten anders ausssehen.

ver.di fordert, gemeinsam mit den Konferenzteilnehmern/-innen, dass der Telekom Vorstand und die Verantwortlichen im politischen Raum sich zum einen mit den gewerkschaftlichen Anforderungen ernsthaft auseinandersetzen und zum anderen, dass sie im Dialog mit dem Sozialpartner und den betrieblichen Interessensvertretern/-innen die Möglichkeiten einer Umsetzung besprechen mit dem Ziel, verbindliche Regelungen zu vereinbaren.


Wir erwarten,

  • dass die beruflichen und beamtenrechtlichen Exspektanzen nicht nur gesichert, sondern deutlich verbessert werden,
  • dass die Beamtinnen und Beamten an materiellen tarifvertraglichen Regelungen wie die Tarifbe- schäftigten teilhaben können.

Wir erwarten,

  • dass die Telekom in einem ersten Schritt die Kürzung der Beförderungsquote zurück nimmt, und
  • dass absehbar eine generelle Lösung gefunden wird, um die schwierige Beförderungssituation  im mittleren Dienst nachhaltig zu verbessern.

Wir erwarten,

  • dass unkomplizierte Möglichkeiten zum „Durchstieg“ vereinbart und zur Regel werden, wobei ergänzend mittelfristig zwei Laufbahngruppen mit modifizierter Struktur anzustreben sind,
  • dass langjähriger höherwertiger Einsatz in der nächsthöheren Laufbahn endlich versorgungs- wirksam honoriert wird, z. B. in Form einer ruhegehaltfähigen Stellenzulage oder im Wege des Laufbahnwechsels i. S. des § 5 PostLV i. V. m. § 27 BLV.

Wir erwarten,

  • dass die beamteten Beschäftigten bei Veränderungsprozessen infolge von Organisationsmaß- nahmen im Telekom Konzern in verpflichtende Schutzregelungen einbezogen sind, unabhängig ob aktiv, zugewiesen oder beurlaubt,
  • dass der Telekom Vorstand seine Fürsorgepflicht in seiner Verantwortung als Dienstherr mit der gebotenen Ernsthaftigkeit wahrnimmt.