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STRABAG PFS: Tarifinfo#9

STRABAG PFS: Tarifinfo#9

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Warnstreiks zeigen Wirkung

Druck der Beschäftigten sorgt für erstes Angebot.

Der Arbeitgeber hat auf die ver.di-Forderung nach Zukunftssicherheit grundsätzlich eine Verlängerung des Tarifvertrags Ratio und des Ausschlusses betriebsbedingter Beendigungskündigungen in Aussicht gestellt.   Strittig ist noch die Laufzeit – das Angebot bezieht sich auf ein Jahr. Darüber hinaus wird der von ver.di geforderten Ausweitung des tariflichen Rationalisierungsschutzes auf die zweite Lohnlinie bislang nicht entsprochen. Auch die bisherigen Regelungen des TV Ratio möchten die Arbeitgeber verändern und neu verhandeln.  „Der tarifvertragliche Rationalisierungsschutz hat absolute Dringlichkeit, denn der Arbeitgeber spricht nach wie vor von massivem Personalabbau. Dieses Thema betrifft uns alle. Mit den Zukunftsperspektiven von STRABAG-Beschäftigten darf nicht leichtfertig umgegangen werden“ warnt Pascal Röckert, ver.di-Tarifverhandlungsführer. „Für uns hat das Thema Beschäftigungssicherung höchste Priorität.

Pattsituation beim Thema Entgelterhöhung – Arbeitgeber mauert
Statt einer Entgelterhöhung hat der Arbeitgeber einen zusätzlichen Urlaubstag in 2016 angeboten sowie die Investition in sozialverträgliche Personalabbaumaßnahmen.  Die ver.di-Verhandlungskommission hat das Angebot der Arbeitgeber als unzureichend zurückgewiesen. „Das ist kein ernsthaftes Angebot – ein freier Tag ist kein angemessener Ersatz für eine ausbleibende Lohnerhöhung und das falsche Signal an die Belegschaft“ erklärt Pascal Röckert. „Hier muss weiterhin hart verhandelt und dafür gesorgt werden, dass gerade auch Jüngere und Beschäftigte in der zweiten Lohnlinie von den anhaltenden Unternehmenserfolgen profitieren. Nur so kann die STRABAG Fachkräfte im Unternehmen halten und Zukunftsfähigkeit erhalten.

Verhandlungserfolg: Altersteilzeit endlich im Gespräch

Um Sicherheit insbesondere angesichts des angekündigten Personalabbaus zu schaffen, hat die ver.di-Verhandlungskommission das Thema Altersteilzeit in die Tarifrunde eingebracht. Hier zeigt der Arbeitgeber Offenheit und hat das Angebot unterbreitet, bereits für 2016 ein erstes Kontingent festzulegen. „Wir haben schon gute Erfahrungen mit Regelungen zum Thema Altersteilzeit gemacht. Es ist ein sinnvolles Instrument, von dem insbesondere unsere älteren Kollegen und Kolleginnen profitieren können“, so Pascal Röckert.  

Auch Jugend-Themen wurden adressiert –  Arbeitgeber zeigt sich entgegenkommend


Die von Dual Studierenden und Auszubildenden gemeinsam entwickelten Forderungen nach Gleichbehandlung und Anpassung der Unterhaltsbeihilfe und Fahrtkostenübernahme waren Thema der dritten Verhandlungsrunde. Der Arbeitgeber wird diese prüfen und hat Lösungsbereitschaft signalisiert.

Gemeinsam mehr erreichen: Warnstreiks bringen Bewegung in die Tarifrunde

In allen Regionen, in einer Vielzahl an Standorten haben Beschäftigte mit Warnstreiks Zeichen gesetzt und dem Arbeitgeber deutlich gemacht, dass sie handlungs- und aktionsbereit sind.  Dieser Druck von unten hat mit dafür gesorgt, dass Bewegung in die Tarifrunde gekommen ist und erste konkrete Angebote vorgelegt wurden. Jetzt heißt es, dran zu bleiben!  Nach der Runde ist vor der Runde– nur zusammen erreichen wir unser Ziel!  Zum Abschluss der dritten Verhandlungsrunde verständigten sich ver.di und die STRABAG PFS auf einen vierten Verhandlungstermin. Am 28./29. April gehen die Verhandlungen in Königswinter weiter.

Das Tarifinfo mit Fotos gibt es als PDF hier.