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IBM-Update vom 21. März 2017: Position der ver.di-Tarifkommission zum Arbeitszeitgesetz im Bundesministerium für Arbeit und Soziales vorgestellt

Bert Stach und Wolfgang Zeiher ver.di Bert Stach und Wolfgang Zeiher

Wolfgang Zeiher und Bert Stach waren am 21. März 2017 zusammen mit Markus Fuß, dem Leiter des ver.di-Verbindungsbüros, zu Gast bei Yasmin Fahimi, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Die ver.di-Vertreter erläuterten in einem konstruktiven Gespräch SPD-Staatssekretärin Fahimi die bereits vor einem Jahr beschlossene Position der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern zum Arbeitszeitgesetz. Die Schutzfunktion des Arbeitszeitgesetzes, das schon heute eine sehr hohe Flexibilität bietet, dürfe nicht eingeschränkt werden, so die Position der Tarifkommission.
Nachdem die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) bereits im Sommer 2015 in einem Positionspapier die Bundesregierung aufgefordert hatte, den Acht-Stunden-Tag aus dem Arbeitszeitgesetz zu streichen, waren viele Mitglieder der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern alarmiert.
Bei IBM gilt quasi konzernweit tarifvertraglich geregelt und konform mit dem Arbeitszeitgesetz eine 38-Stunden-Woche mit Arbeitszeitsouveränität. Das bedeutet, dass grundsätzlich alle IBMerinnen und IBMer ihre Arbeitszeit nach dem Prinzip persönlicher Zeitsouveränität zwischen 6 und 20 Uhr auf die Werktage von Montag bis Freitag verteilen können. Die tarifliche Regel-Arbeitszeit ist im Durchschnitt von 12 Monaten einzuhalten.
Die bei IBM geltende Zeitsouveränität kommt bei den Beschäftigten gut an, wie auch die wissenschaftlich fundierten Ergebnisse einer Gefährdungsbeurteilung zeigen.
Allerdings sind die sich aus Arbeitszeitgesetz und Tarifvertrag ergebenen Leitplanken auch unbedingt einzuhalten, denn sonst drohen Gefährdungen, Stress, Überlastung und Burn-Out. Auch das lässt sich aus den Ergebnissen einer Gefährdungsbeurteilung ableiten. Gefährdungen, Stress, Überlastung und Burn-Out sind für Beschäftigte unerträglich und können für Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft teuer werden.
"Die bestehenden flexiblen Regeln reichen für einen global integrierten IT-Konzern, der quasi rund um die Uhr arbeitet, völlig aus und haben den Geschäftserfolg nicht eingeschränkt - aber das ist dann auch die Grenze", erklärt Bert Stach die Position der ver.di-Tarifkommission. Das bestehende Arbeitszeitgesetz sei in der aktuellen Fassung zu belassen!

Position der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern zum Arbeitszeitgesetz

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