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Tele Columbus: Arbeitsplätze in Gefahr

Tele Columbus: Arbeitsplätze in Gefahr

Tele Columbus-Beschäftigte protestieren gegen Arbeitsplatzabbau Viktors-Fotowelt TeleColumbus: Protest mit Sarg

Arbeitsplätze in Gefahr

Die Tele Columbus AG, drittgrößter Kabelnetzbetreiber in Deutschland, hat im Jahr 2015 für insgesamt ca. 1,3 Milliarden Euro die beiden nächstgrößten Wettbewerber primacom und pepcom übernommen. Im Rahmen der Zusammenführung der Unternehmen hat der Vorstand die etappenweise Schließung des seit 27 Jahren bestehenden Standortes in Hannover im Stadtteil Döhren mit 170 Mitarbeitern bis spätestens Ende 2017 angekündigt. Die hier angesiedelten Bereiche umfassen den Kundenservice, die IT sowie große Teile der Abteilungen Finanzen, Controlling und Personal.
Rund 70 der ursprünglich in Hannover angesiedelten Funktionen sollen erhalten und an neue Standorte in Berlin und Leipzig verlagert werden. Ein solcher Wohn- und Arbeitsortwechsel würde ganz erhebliche soziale, familiäre und finanzielle Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Zudem sind Mitarbeiter aufgrund familiärer Verpflichtungen oder Wohneigentum nicht ohne weiteres in der Lage, einfach nach Berlin oder Leipzig zu ziehen.  
Nicht die oft wechselnden Geschäftsführungen, Eigentümer und Gläubiger haben über Jahrzehnte den Erfolg des Unternehmens ausgemacht und den Weg für dessen Börsengang bereitet, sondern vor allem die aus zumeist langjährig beschäftigten Mitarbeitern bestehende Arbeitnehmerschaft“, sagte ver.di-Fachsekretär Jürgen Gorgs.  
Die Arbeitnehmer fordern den Teilerhalt des Standorts Hannover. Bei zwingend notwendigen,  betriebsbedingten Kündigungen sollen Mitarbeiter mit einer angemessenen Abfindung statt mit einem zusätzlichen Schlag ins Gesicht verabschiedet werden. Daher warte die Belegschaft gespannt auf das bei der letzten Betriebsversammlung am 19. April vom Vorstand angekündigte „faire" Angebot in den anstehenden Sozialplanverhandlungen.

Mehr zum Hintergrund der Pläne und der wechselhaften Geschichte des Unternehmens finden sich hier (PDF-Dokument).