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IBM-Update vom 2. November 2017: Ungleichbehandung weitestgehend …

IBM-Update vom 2. November 2017: Ungleichbehandung weitestgehend abgewehrt - mehr Geld - Tarifkommission beschließt Verhandlungsergebnis

Die Tarifrunde 2017 stand lange Zeit im Zeichen der Pläne der IBM, die IBM D B&TS GmbH, Teile der IBM D GmbH und der IBM D R&D GmbH bei einem übertariflichen Gehaltserhöhungs- und Weitergabeprogramm unberücksichtigt zu lassen. Die ver.di-Verhandlungskommission konnte sich mit ihrer Forderung durchsetzen, alle Gesellschaften und alle Bereiche an einem Verhandlungsergebnis zu beteiligen.

Die ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern hat am 2. November in Frankfurt die Annahme des Verhandlungsergebnisses beschlossen.

  • Integration der Mindestabsicherung der Sonderzahlung in die Tarifgehälter in Höhe von 30€ monatlich
  • Erhöhung der Tarifgehälter um 1,75%. Durch die Integration der Mindestabsicherung der Sonderzahlung als Festbetrag ergibt sich daraus eine effektive Erhöhung der Tariftabellen um durchschnittlich
  • knapp 2,4% (in den unteren Tarifgruppen ergeben sich durch die Integration der Mindestabsicherung überproportionale Steigerungen)
  • Erhöhung der Tarifgehälter bei der IBM D AIS GmbH und IBM D AIWS GmbH (ohne FLF) um 1,5%
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 1,75%
  • Die neuen Gehaltsabkommen sind rückwirkend zum 1. September gültig. Die Laufzeit der beträgt ein Jahr.
    Übertarifliche Gehaltserhöhungs- und Weitergabeprogramme mit einem Volumen von 2% für alle IBM-Gesellschaften im Geltungsbereich der ver.di-Tarifverträge im IBM-Konzern mit Ausnahme der der IBM D AIS GmbH und IBM D AIWS GmbH. Auch für die IBM D CSS GmbH wurde kein übertarifliches Gehaltserhöhungs- und Weitergabeprogramm vereinbart. Hier steigen die Gehälter quasi aller Beschäftigten durch die tabellenwirksame Tariferhöhung.
  • Ein Budget in Höhe von bis zu 1,5 Mio. € für 2018 für Maßnahmen zum betrieblichen Gesundheitsschutz, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehen
  • Die Fortsetzung der tarifvertraglichen Altersteilzeitregelung
  • Die Fortsetzung der Vereinbarung über Laptops für Dual-Studierende auch für MacBooks
  • 40 bis zu 60 duale Studienplätze sowie 80 bis 120 Master-Studienplätze für 2018

Weiterhin haben sich IBM und ver.di darauf verständigt, zwei Arbeitsgruppen einzurichten, die Optionen zur Fortsetzung von Altersteilzeit im IBM-Konzern und zur Ausweitung der Geltungsbereiche der ver.di-Tarifverträge im IBM-Konzern entwickeln sollen.

"Die Tarifverhandlungen 2017 waren vor dem Hintergrund internationaler Vorgaben aus Armonk besonders schwierig. Durch das gute Engagement der ver.di-Betriebsgruppen, die mit starken Aktionstagen für Bewegung am Verhandlungstisch gesorgt haben, konnte ein Ergebnis erzielt werden, das im Gesamtvolumen deutlich über der Inflationsrate liegt und keine Gesellschaft und keinen Bereich in der Auswirkung ungleichbehandelt. Ein großer Dank an alle, die das durch ihr Engagement ermöglicht haben", bewertete ver.di-Verhandlungsleiter Bert Stach das Ergebnis.

Der Bundesfachgruppenvorstand IT/DV wird am 3. November zum Tarifabschluss bei IBM beraten und beschließen.


 

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