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Bertelsmann erwägt Arvato CRM abzustoßen

Bertelsmann erwägt Arvato CRM abzustoßen

Aus einer Pressemitteilung von Bertelsmann und diversen Medienberichten am 31.01.2018 geht hervor, dass der Konzern „strategische Optionen für CRM-Geschäfte von Arvato prüft“.

Nachdem die Mitarbeiterbefragung im letzten Jahr gravierende Missstände in Bezug auf Vertrauen in die Geschäftsführung und auf eine angemessene Vergütung für die immer komplexer werdenden Multiskill-Tätigkeiten dokumentierte, versprach Bertelsmann sich der Themen anzunehmen.

Die aktuelle Entscheidung zeigt jedoch, dass Bertelsmann

  • nicht in die Zukunft von CRM und auch
  • nicht in die Beschäftigten investieren will.
  • Ebenso werden die Herausforderungen der Digitalisierung nicht angepackt.

Das ist nicht die Antwort, die die Beschäftigten erwartet und verdient haben.

In den allermeisten Familien steht man zusammen, wenn es einem Familienmitglied nicht so gut oder gar schlecht geht.

Bei Bertelsmann soll nun das Familienmitglied CRM „verstoßen“ werden.

Die Marktentwicklungen stehen zum Teil konträr zur Entscheidung. Händeringend werden auf dem Arbeitsmarkt gut ausgebildete Fachkräfte gesucht. Der Umsatz im deutschsprachigen Raum stieg im Jahr 2017 um 180. Mio €.

Zu verzeichnen ist auch, dass andere Anbieter investieren, so hat die regiocom die SNT Deutschland AG erworben und auch die weltweit agierende Convergys die bislang inhabergeführte buw.

Das Image der Branche verändert sich, denn guter Kundenservice wird vermehrt wertgeschätzt. Statt als Branchenriese eine Vorreiterrolle einzunehmen, wird nun der Rückzug erklärt. Verunsicherung und Sorgen machen sich unter den Beschäftigten breit.

Nur starke Betriebsräte und Gewerkschaften können sich für die Interessen der Beschäftigten und Mitglieder einsetzen und deren Interessen vertreten. Nutzt die BR-Wahl und werdet Mitglied in ver.di!

Sollte es zu dem angestrebten Verkauf kommen, fordert ver.di einen verantwortungsvollen Übergang, der Sicherheit und Perspektiven für ihre Mitglieder und die Beschäftigten bietet.

Gespräche hierzu will ver.di mit Bertelsmann führen.