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Telekom: Angebot nicht akzeptabel!

Telekom: Angebot nicht akzeptabel!

23.03.2016 - Am Dienstag, dem 22. März 2016, sind die Verhandlungen zur Tarifrunde 2016 für die ver.di-Mitglieder im Deutschlandsegment des Telekom-Konzerns und in der Deutschen Telekom AG fortgesetzt worden. Die Arbeitgeberseite hat, wie in der zweiten Verhandlungsrunde angekündigt, ein Angebot in die Verhandlungen eingebracht:

Das Arbeitgeberangebot:

  • Entgelt:
    + 1,5% ab 01. März 2016 (RSS ab 01. April 2016)
    + 1,3% ab 01. März 2017 (RSS ab 01. April 2017)
     
    - Auszubildende/Duale Studenten
    + 1,5% ab 01. März 2016
    + 1,3% ab 01. März 2017
     
  • Laufzeit bis 31.Januar 2018 (RSS bis 31.März 2018)
  • „strukturelle Vereinfachungen in der Entgeltsystematik“

 
ver.di Position zum Arbeitgeberangebot

Die ver.di Verhandlungskommission bewertet das Arbeitgeberangebot als völlig unzureichend. Die Inhalte sind meilenweit von den ver.di Forderungen entfernt. Ein Einigungsweg ist damit nicht in Sicht!

 

Die Höhe der im „Angebot“ vorgesehenen Entgeltsteigerung ist unzureichend und die Laufzeit zu lang. Es fehlen Aussagen zu der geforderten Komponente zur überproportionalen Erhöhung unterer Einkommen und zur Verlängerung des Schutzes vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen.

Die von der Arbeitgeberseite geforderten „strukturellen Vereinfachungen an der Entgeltsystematik“ entpuppen sich als negative Eingriffe in bestehende, ungekündigte Tarifverträge! Deshalb hat ver.di diese Themen als Verhandlungsgegenstände zurückgewiesen!

Dass der Arbeitgeber für Auszubildende und Duale Studenten nur prozentuale Erhöhungen vorsieht, wird der Lebenswirklichkeit der Betroffenen in keiner Weise gerecht!

Die ver.di Verhandlungskommission hat der Arbeitgeberseite verdeutlicht, dass erhebliche Veränderungen beim „Angebot“ erforderlich sind, um eine Eskalation in dieser Tarifrunde zu verhindern.

Wie geht es weiter?

Die Arbeitgeberseite hat, obwohl die Positionen noch meilenweit auseinander liegen, „Gesprächsbereitschaft“ zu allen von ver.di geforderten Themenkomplexen signalisiert.

Im weiteren Verlauf der dritten Verhandlungsrunde wird ver.di abklären, wie viel Substanz die signalisierte Gesprächsbereitschaft tatsächlich hat. Die dritte Verhandlungsrunde wird, wie geplant, am 23. März 2016 fortgesetzt.

 
Jetzt ist klar: Die Beschäftigten müssen weiter Druck machen!