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Tarifrunde Telekom 2018: Forderung steht

Tarifrunde Telekom 2018: Forderung steht

ver.di-Bundesfachbereichsvorstand TK/IT beschließt Forderung zur Tarifrunde 2018

Nach drei Monaten intensiver Mitgliederdiskussion hat der ver.di Bundesfachbereichsvorstand TK/IT in seiner Sitzung am 12. Dezember 2017 die Forderung zur anstehenden Tarifrunde 2018 für die ver.di-Mitglieder im Telekom Konzern beschlossen.

Der Beschluss gilt direkt für folgende Unternehmen: DTAG, DT IT, TDG, GKV, T-Service Unternehmen und ISP sowie TSI, GEI und MMS. Er gibt aber auch Orientierung für alle weiteren Unternehmen.

Forderung zur Tarifrunde 2018:

  • Tabellenwirksame Entgelterhöhung und Erhöhung der individuellen Entgelte um 5,5 %
  • Laufzeit 12 Monate
  • Komponente zur Steigerung der Einkommensgerechtigkeit
  • Überproportionale Erhöhung der Azubis-Vergütungen / Vergütungen für dual Studierende um 75€
  • Erhöhung der Einmalprämie für „EQ´s“, die in ein Ausbildungsverhältnis übernommen werden um 75€
  • Erhöhung der Unterhaltsbeihilfe

Mit dem Beschluss zur Forderung wurde auch beschlossen die Entgelttarifverträge der T-Systems Unternehmen, ISP und DT IT zum 31.03.2018 und die der anderen, oben aufgeführten Unternehmen sowie den Vergütungs- TV für Azubis und die Vergütungsregelungen für duale Studierende zum 31.01.2018 aufzukündigen.
 
Weitere „Wichtige Themen“ identifiziert
Neben dem konkreten Forderungsbeschluss hat sich der Bundesfachbereichsvorstand TK/IT mit den Themen auseinandergesetzt, die, in der Diskussion mit den Mitgliedern vor Ort, eine entscheidende Rolle gespielt haben, z. B.:

  • für Beschäftigte der T-Systems, das Thema Variable,
  • grundsätzlich, das Thema Laufzeitenanpassung im Konzern, oder
  • für dual Studierende, das Thema „Prüfungsvorbereitung“.

Der Bundesfachbereichsvorstand sieht in diesen sowie auch weiteren, seitens der Landesbezirks-fachbereiche eingebrachten Themen, erheblichen Handlungsbedarf. Er hat deshalb beschlossen, in 2018, ein neues Tarifpolitisches Aktionskonzept zu erarbeiten, mit dem die tarifpolitischen Schwerpunkte für die nächsten Jahre neu bestimmt werden sollen.

Da wo geboten, wird ver.di jedoch auch kurzfristig handeln. ver.di wird den Arbeitgeber deshalb bespielsweise unmittelbar zu Gesprächen auffordern, das Thema der „Prüfungsvorbereitung“ für dual Studierende, schnell zu verbessern.
 

Einkommen müssen „Schritt halten“!
Es bleibt notwendig dafür zu sorgen, dass die Beschäftigten die finanzielle Basis haben, steigende Belastungen die z. B. durch höhere Pendlerkosten, steigende Preise, Mieten oder Sonderbeiträge der Krankenkassen entstehen, zu tragen.

Am Ende muss bei den Beschäftigten mehr im Geldbeutel bleiben, damit sie ihr Leben selbstbestimmt gestalten können.

Die Entgeltforderung in Höhe von 5,5% basiert auf der angestrebten Laufzeit von 12 Monaten.
 
Mehr Einkommensgerechtigkeit herstellen
Aus vielen Landesbezirksfachbereichen ist die Forderung nach mehr Einkommensgerechtigkeit, in Form unterschiedlicher Modellüberlegungen, in die Forderungsdiskussion eingebracht worden. In der Diskussion wurde herausgearbeitet, dass es besonders belastete Einkommens- bzw. Mitarbeitergruppen gibt. Diesem trägt der Bundesfachbereichsvorstand in seinem Forderungsbeschluss Rechnung. Die Forderung, nach mehr Einkommensgerechtigkeit, wird deshalb zu einem wichtigen Bestandteil dieser Tarifrunde.

Mit der geforderten überproportionalen Erhöhung bei den Azubi-Vergütungen bzw. Vergütungen der dual Studierenden wird ein weiterer Schritt zur Realisierung existenzsichernden Vergütungen aktiv weiterverfolgt.
 
Beschäftigte am Erfolg der Telekom beteiligen!
Die Telekom steht nach eigener Darstellung wirtschaftlich stabil da. Zum III. Quartal 2017 hat der Telekom-Vorstand u. a. folgende Feststellungen getroffen:


Medieninformation Telekom (Auszug):

Bonn, November 2017

Deutsche Telekom wächst weiter und erhöht Prognose für 2017 erneut.

  • Umsatz steigt im dritten Quartal 2017 um 0,8 % auf 18,3 Mrd. €, organisches Plus von 3,3 %
  • Bereinigtes EBITDA legt um 3,3 % auf 5,7 Mrd. € zu, organischer Zuwachs um 5,7 %
  • Bereinigter Konzernüberschuss plus 19,6 % auf 1,2 Mrd. €
  • EBITDA-Prognose für 2017 abermals angehoben
  • Rekordinvestitionen von 9,2 Mrd. € in neun Monaten, 12,2 %, mehr als im Vorjahr
  • Breitbandboom in Deutschland hält an

Medieninformation Telekom (Auszug):

Bonn, November 2017

„Die Deutsche Telekom setzt den Aufwärtstrend fort: So hat sie auch im dritten Quartal 2017 Umsatz und Ergebnis gesteigert und in der Folge die Gewinnprognose für das Gesamtjahr abermals angehoben. Während der Umsatz zwischen Juli und September gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % auf 18,3 Mrd. € zulegte, gab es beim bereinigten EBITDA ein Plus von 3,3 % auf 5,7 Mrd. €. In der organischen Betrachtung, also bereinigt um Veränderungen der Wechselkurse und des Konsolidierungskreises, betrug das Umsatzplus 3,3 % und der EBITDA-Zuwachs 5,7 %. Vor allem die schwächere Entwicklung des US-Dollar machte sich hier bemerkbar.
„Die Telekom wächst weiter kräftig, deshalb heben wir zum zweiten Mal in diesem Jahr unsere Prognose an“, sagte Tim Höttges Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. „Unser boomendes US-Geschäft und unsere starke Performance in Deutschland sowie die positiven Trends in den europäischen Landesgesellschaften machen das möglich.“

Daneben ist die Telekom erneut, auch in 2017 vielfach für ihre Leistungen ausgezeichnet worden. Das alles, ist nicht vom Himmel gefallen, sondern das Ergebnis der Arbeit und des täglichen Einsatzes der Telekom Beschäftigten!

Wer baut die „besten Netze“?
Wer erbringt den „besten Kundenservice“?
Wer „schafft Verbindungen“?

Der Telekom Vorstand hat nun die Chance, den Beschäftigten Wertschätzung für ihre Arbeit und auch materielle Anerkennung zukommen zu lassen.

Die Beschäftigten sind es Wert! Die Teilhabe der Beschäftigten am Erfolg der Telekom ist mehr als gerechtfertigt!
 

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