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ver.di-Bundesfachbereichsvorstand TK/IT unterstützt "Wireless …

ver.di-Bundesfachbereichsvorstand TK/IT unterstützt "Wireless Workers United"

Wireless Worker United cwa Wireless Worker United

ver.di-Bundesfachbereichsvorstand TK/IT unterstützt die Forderungen der Wireless Workers United nach fairer Behandlung, würdigen Arbeitsbedingungen und einer Stimme im Betrieb

 

Der ver.di-Bundesfachbereichsvorstand Telekommunikation und Informationstechnologie verfolgt mit großem Interesse die Strategie unserer Schwestergewerkschaft Communications Workers of America (CWA), die Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen für die Beschäftigten der Mobilfunkbranche in den USA zu verbessern.

In seiner Sitzung am 27./28. Februar 2018 befasste sich der Bundesfachbereichsvorstand mit den im Ende Januar veröffentlichten „Statement of Principles“ formulierten Forderungen hierzu und unterstützt die Bemühungen der in „Wireless Workers United“ zusammengeschlossenen und von den Communications Workers of America (CWA) unterstützten Beschäftigten der Mobilfunkbranche in den USA um würdige Arbeitsbedingungen, Respekt und eine Stimme im Betrieb.

Wir nehmen mit großer Sorge wahr, dass den Beschäftigten vieler großer Mobilfunkunternehmen in den USA ein Mindestmaß an Respekt, Fairness und Mitsprache verwehrt ist. Es ist inakzeptabel, dass Leistungsvorgaben zur Disziplinierungszwecken genutzt, Schichteinteilungen ohne jegliche nachvollziehbare Kriterien willkürlich und ohne Rücksicht auf Betreuungs- oder Pflegeverpflichtungen der Beschäftigten getroffen und Beschäftigte bei ihrer Arbeit ständig unter Druck gesetzt werden. Es ist inakzeptabel, dass Beschäftigte willkürlich versetzt werden und bei Krankheit den Verlust ihres Jobs befürchten müssen. Und ist es vollkommen inakzeptabel, dass Beschäftigten ihr Recht auf gewerkschaftliche Organisierung zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen verwehrt bleibt.

Als Vertreter vieler Beschäftigter der deutschen Telekommunikationsindustrie, davon ca. 75% der Beschäftigten der Deutschen Telekom, wissen wir, dass es auch anders geht: Mitsprache der Beschäftigten am Arbeitsplatz und kollektive Interessenvertretung durch Gewerkschaften und Betriebsräte gewährleisten hierzulande eher eine faire Behandlung und respektvollen Umgang sowie Transparenz bspw. in der Schichteinteilung, Bezahlung und Gestaltung von Leistungsvorgaben.

Wir wenden uns deshalb entschieden gegen eine willkürliche und unfaire Behandlung von Beschäftigten, wie sie in den USA stattfindet. Wir fordern die Arbeitgeber der Branche in den USA auf, die Beschäftigten mit Anstand, Respekt und Fairness zu behandeln. Und insbesondere, das international verbriefte Recht von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf gewerkschaftliche Organisierung zu achten.

Vieles von dem, was ihr versucht zu erreichen, haben wir in Deutschland schon durchsetzen können. Allerdings war dies auch bei uns nur durch jahrzehntelangen Kampf und Auseinandersetzung möglich. Dieser Kampf war nur zu gewinnen, weil sich die Mehrheit der Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert hat.

Dazu braucht es einen langen Atem und eine starke Organisation, wie die CWA es ist. Wir sind fest davon überzeugt, dass es die richtige Strategie ist, die Arbeitsbedingungen in der gesamten Branche in den Blick zu nehmen und dass die Beschäftigten, gemeinsam mit ihrer Gewerkschaft CWA, auf diese Weise erfolgreich sein werden.

Wir versichern euch unserer Solidarität und Unterstützung, wo immer ihr sie braucht. Auch unsere Mitglieder in der Branche in Deutschland haben kein Verständnis dafür, dass Dinge, die bei uns mittlerweile Selbstverständlichkeit sind, den Beschäftigten in den USA verweigert werden. Die Solidarität der deutschen Beschäftigten ist euch sicher.

Die Beschäftigten brauchen eine Stimme im Betrieb! Sie und wir erwarten Besseres von den Unternehmen!

 

Lothar Schröder
ver.di-Bundesfachbereichsleiter Telekommunikation/IT


Josef Bednarski
Vorsitzender KBR Deutsche Telekom AG
 

www.weexpectbetter.org/statement-of-principles-33