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Telekom: Angebot völlig unzureichend!

Telekom: Angebot völlig unzureichend!

Dritte Verhandlungsrunde in Berlin


Nachdem die Arbeitgeberseite den ersten Tag der dritten Verhandlungsrunde hat verstreichen lassen, haben sie am Mittag des zweiten Verhandlungstages ein Angebot in die Verhandlungen eingebracht.
Das Angebot unterteilt sich in drei Bereiche: Deutsche Telekom AG (inkl. Azubis / dual Studierende), operatives Segment Deutschland (inkl. ISP GmbH) und DT IT.
Das Arbeitgeberangebot:

  • Entgelt und Azb Vgt. / Vgt DS
    +2,0 % ab 01.07.2018
    (DTIT und ISP: 01.09.2018)
     
    +1,7 % ab 01.03.2019
    (DTIT und ISP: 01.05.2018)

  • Laufzeit bis 31.05.2020
    (DT IT und ISP 31.07.2020)

Bereits in einer ersten Bewertung hat ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland klargestellt, dass dieses Angebot nicht akzeptabel und völlig unzureichend ist. Es ist meilenweit von den ver.di Forderungen und einer Einigung entfernt.
 

ver.di Position zum Arbeitgeberangebot
Die ver.di-Verhandlungskommission hat sich nach einer Unterbrechung der Verhandlungen intensiv mit dem Angebot befasst und es intern bewertet. Sie teilt die erste Bewertung der Verhandlungsführung und unterstreicht:

Es ist nicht akzeptabel, dass die Beschäftigten durch die vorgesehenen Leermonate fünf Monate auf eine erste Lohnerhöhung für 2018 warten sollen. Die angebotene prozentuale Erhöhung des ersten Schritts (2%) liegt zwar nominell knapp über der voraussichtlichen Inflationsrate für 2018, jedoch führt sie durch die enthaltenen Leermonate zu einem nicht akzeptablen Reallohnverlust der Beschäftigten. Gleiches gilt für den zweiten Erhöhungsschritt mit Bezug auf die Gesamtlaufzeit von 28 Monaten.
 
Eine Teilhabe der Beschäftigten an den guten Geschäftsergebnissen der Telekom soll offensichtlich umgangen werden.
 
Darüber hinaus fehlen in den Angeboten der Arbeitgeber Antworten zu wesentlichen ver.di Forderungen, wie z. B. der Komponente zur Steigerung der Einkommensgerechtigkeit, der überproportionalen Erhöhung der Vergütungen von Auszubildenden und Dual Studierenden, zur Erhöhung der Einmalprämie für EQ’ler, die in ein Ausbildungsverhältnis übernommen werden sowie der geforderten Erhöhung der Unterhaltsbeihilfe. Die Arbeitgeber ignorieren mit ihren Angeboten wesentliche Forderungen, einschließlich der berechtigten Bedürfnisse der Auszubildenden und Dual Studierenden.
Die Angebote werden zusammenfassend den Leistungen und Erwartungen der Beschäftigten in keiner Weise gerecht und sind meilenweit von einem Ergebnis entfernt.

Wie geht’s weiter?
ver.di forderte die Arbeitgeberseite auf, die Angebote deutlich nachzubessern und in entsprechende Verhandlungen einzutreten. Wenn eine massive Eskalation der Tarifrunde 2018 vermieden werden soll, muss die Arbeitgeberseite sich deutlich bewegen.

Nach der klaren negativen Bewertung der unterbreiteten Angebote durch ver.di, signalisierte die Arbeitgeberseite der ver.di Verhandlungskommission gegenüber Gesprächs- und Verhandlungsbereitschaft zur Nachbesserung der Angebote. Die Inhalte möglicher Nachbesserungen will die Arbeitgeberseite bis zur vierten Verhandlungsrunde intern klären.
 
Druck erforderlich!
Mit der signalisierten Verhandlungsbereitschaft hat die Arbeitgeberseite zwar die Fortsetzung der Verhandlungen zur Tarifrunde ermöglicht. Verhandlungsbereitschaft alleine reicht jedoch nicht um in dieser Tarifrunde zu einem Ergebnis zu kommen.
Was jetzt her muss, ist eine deutliche Bewegung der Arbeitgeberseite.

Dieses Angebot ist nicht akzeptabel ver.di Dieses Angebot ist nicht akzeptabel

Für uns steht fest: Die Arbeitgeber werden sich nicht ohne den Druck der Beschäftigten bewegen!
Diesen gilt es - mit Blick auf die vierte Verhandlungsrunde - zu organisieren!


Warnstreikaktionen am 22. März 2018
Zur Unterstützung der dritten Verhandlungsrunde hat ver.di die Warnstreiks am 22. März fortgesetzt. Alleine an den letzten drei Tagen haben sich bundesweit mehr als 10.000 Beschäftigte an den Warnstreikaktionen beteiligt, zu denen ver.di aufgerufen hat.

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Für ein akzeptables Angebot: Die Beschäftigten müssen weiter Druck machen!

 
Faire und gute Arbeitsbedingungen in den Unternehmen und Betrieben der Deutschen Telekom fallen nicht vom Himmel!

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