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New Reward. GBR verhandelt.

Telefónica

New Reward. GBR verhandelt.

Zeit zu handeln! Fotolia Zeit zu handeln.

Harmonisierung der Bezahlungssysteme

Die Zusammenführung von E-Plus und 02 (Telefónica) kommt die Beschäftigten teuer zu stehen. Im ersten Schritt werden über Wellen ca. insgesamt 1.600 Beschäftigte abgebaut. In einem zweiten Schritt wurden im Customer Service, einem Bereich mit mehreren tausend Beschäftigten, eine zweite Lohnlinie eingeführt, die deutlich unter dem bisherigen Niveau liegt. Drittens wurde zum Jahresende klar, dass die Beschäftigten auf Basis bescheidenener Geschäftszahlen auf Boni verzichten müssen. Und nun schicken sich Geschäftsführung und Gesamtbetriebsrat an, die heterogenen Rahmenbedingungen in E-Plus und Telefonica für Bezahlung, Eingruppierung, Arbeitszeiten und Urlaub zu harmonisieren. ver.di bleibt bei diesen Verhandlungen bislang außen vor.

Dafür sind auf Seiten der Geschäftsführung externe Berater an Bord, die aus ver.di-Sicht mit fragwürdigen Methoden versuchen, „marktkonforme“ Bezahlungssysteme zu definieren, die die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens steigern und vermutlich den Personalaufwand reduzieren helfen sollen. Die betriebliche Mitbestimmung durch die Betriebsräte bleibt dabei weitestgehend außen vor. Das ganze Bezahlungs- und Vergütungssystem soll am Ende durch Betriebsvereinbarungen verabredet werden.

Gefährliches Spiel

„Die Betriebsräte bei Telefónica lassen sich dabei auf ein gefährliches Spiel ein,“ meint Konzernbetreuer Christoph Heil. „Betriebsvereinbarungen können fast beliebig und einseitig vom Arbeitgeber aufgekündigt werden. Ich empfehle den Betriebsräten und der Geschäftsführung dringend, ihre Zukunft in einen tarifvertraglichen Rahmen zu betten. Das bringt Sicherheit für die Beschäftigten und für alle Beteiligte Stabilität, mehr Transparenz und mehr sozialen Frieden im Konzern.“

Aus ver.di Sicht gibt es bei den laufenden Verhandlungen No-Go-Aeras, wo sich die Verhandlungsparteien nicht hinein begeben dürfen. Zum einen sollte bei der Gestaltung des neuen Vergütungs- und Bezahlungssystems so weit wie möglich auf externe Berater verzichtet werden, die sich nicht in den betroffenen Unternehmen und Betrieben orientieren, sondern mit Vergleichswerten aus verschiedenen Branchen „marktkonforme“, die Wettbewerbsfähigkeit steigernde Parameter als Maßstab für die künftige Eingruppierung und Bezahlung heran ziehen. Zum Zweiten müssen die Besitzstände der Beschäftigten gesichert bleiben, es darf nicht zu Gehaltsabsenkungen kommen. Aus ver.di-Sicht ist es aber auch wichtig, den Beschäftigten realistische Entwicklungsperspektiven zu öffnen, die sich auch im Einkommen positiv niederschlagen. Das ist die Basis für Motivation und hohe Identifikation der Beschäftigten mit ihrem Unternehmen.

Telefónica ist gut beraten, mit ver.di einen tarifvertraglichen Rahmen zu gestalten.

 

Mehr dazu im Infoflyer (PDF-Dok).