Die Zeit der großen Versprechen

Dieses Jahr finden wieder die Betriebsratswahlen in der GOP statt. Eine Betriebsratswahl unterscheidet sich nicht sehr von anderen Wahlen, ob Vereinsvorstand oder Bundestagswahl. Eines haben solche Ereignisse alle jedoch gemeinsam. Es kommt die Zeit der großen Versprechen.

Was ist eigentlich seit der letzten Wahl passiert?

Eigentlich nicht viel. Alles was verhandelt wurde, ging vom Arbeitgeber aus. Nach dem Motto, lieber Betriebsrat, ich brauch da was. Die beiden großen Themen, Entgeltordnung und WTR, sind grandios gescheitert. Der Betriebsrat verkauft es jedoch weiterhin als Erfolgsmodel. Dass der Gesamtbetriebsrat z.B. Probleme beim  WTR hat und sich nicht traut WTR einzustellen, erwähnt er lieber nicht. Wir werden auf dieser Seite darauf eingehen.

Es liegt auf der Hand, die Liste K4 hat ihre Chance und Möglichkeiten nicht genutzt, mit ihrer Mehrheit ihre Versprechen von 2014 umzusetzen. Zumal sie die letzten vier Jahre dazu die Mehrheit hatte. Sämtliche Themen blieben auf der Strecke. Nicht nur das man die eigenen Versprechen nicht einlösen wollte, man hat auch keine fremden Themen zugelassen. Auch dieses Jahr wird es dabei bleiben. Neben Versprechen, die die K4 euch machen wird, wird diese euch Mogelpackungen wie bei der Arbeitszeit, Arbeitsschutz oder Datenschutz unterzujubeln.

Wie wollt ihr vertreten werden?

Es ist richtig den Anspruch zu haben, dass ein Betriebsrat eure Interessen gegenüber dem Unternehmen vertritt. Ihr wollt erfahren, was der Betriebsrat macht und bei welchen Themen er eure Interessen mit welchen Positionen vertritt. Ein Statusbericht und regelmäßige Informationen zu den bearbeiteten Themen zu bekommen (vor allem, wenn dazu Vereinbarungen abgeschlossen werden), halten wir für zwingend erforderlich. Es ist doch befremdlich, wenn der Betriebsrat in den Betriebsversammlungen nicht über die aktuellen Themen informiert, um den aktuellen Verhandlungsstand nicht zu gefährden. Was sollen wir von Betriebsräten halten, die sich mitten in den Verhandlungen mit dem Arbeitgeber mit High-Five abklatschen?

Ihr wollt dass gehandelt wird

Wir wollen keinen losgelösten Hinterzimmer-Betriebsrat. Wir wollen Transparenz und wir haben die dafür erforderlichen Mittel. Ihr wollt Beteiligung, wir fordern die Mitbestimmung ein. Unser Prinzip ist es, das Mitbestimmung nur durch Mitsprache wirksam erfolgen kann. Es hat etwas länger gedauert zu erkennen, da das mit dem aktuellen Betriebsrat nicht zu machen ist, aber wir sind für die Zukunft gerüstet. Neben der Internetpräsenz werden wir noch näher an euch ran rücken. Und wir können handeln, weil wir uns bewusst für die Ver.di als einen starken Partner entschieden haben.

Darum Ver.di als Partner

Wenn man überlegt und nachliest, was inhaltlich in den abgeschlossenen Betriebsvereinbarungen steht, so kann man leicht die Handschrift des Arbeitgebers erkennen. Was soll man von einem  Betriebsrat denken, der bei seinen Positionen nachgibt, weil der Arbeitgeber sich wie ein Kleinkind querstellt und sagt, mehr will er nicht geben. Und von einem Betriebsrat, der die Einigungsstelle verlässt, weil der Arbeitgeber keine Lust hat dort weiter zu verhandeln? 

Wir haben mit der ver.di eine größere Unterstützung durch eine starke Gewerkschaft und einfach mehr Sicherheit. Ein Betriebsrat ist grundsätzlich mit gewerkschaftlicher Unterstützung besser aufgestellt als ohne. Besonders gegenüber dem Arbeitgeber. Zukünftig wird es für den Arbeitgeber nicht mehr reichen, zu sagen “ich will nicht mehr geben“. 

Wir sehen bei den meisten unserer Kunden, welche gewerkschaftlich organisiert sind, das dort bessere Sachen für die Belegschaft umgesetzt werden als bei uns. Lasst uns das jetzt gemeinsam auch in unserem Unternehmen in Angriff nehmen.

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