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IBM-Update vom 20. November 2020:

IBM-Update vom 20. November 2020:

Arbeitsgruppe der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern prüft weitere Konzepte zur Beschäftigungssicherung

In einer Videokonferenz einer Arbeitsgruppe der ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern am 20. November 2020 wurde verschiedene Ansätze geprüft, um die Beschäftigung bei IBM abzusichern oder zu verlängern beziehungsweise Optionen für eine Anschlussbeschäftigung auszuloten. „Im Grundsatz kritisieren wir, dass IBM viel zu wenig Kreativität entwickelt, um Kündigungen zu verhindern“, beschrieb ver.di-Konzernbetreuer Bert Stach die Lage und verwies auf die Rettung des Standortes Flensburg. Auch hier wollte die IBM ursprünglich einfach die Lokation schließen und allen Beschäftigten im Zweifelsfall kündigen. Ein unterschriftsreifer Sozialplan lag bereits vor. Erst nachdem Beschäftigte und Interessenvertreter mit ver.di massiven Druck aufgebaut hatten, die Landesregierung eingeschaltet worden war und mehr oder weniger offensichtlich wurde, dass IBM Verträge nicht mehr einhalten könne, gab es eine Lösung. Der Standort bleibt erhalten und geht zu einer Tochtergesellschaft der Lufthansa.
„Das für Restructuring-Maßnahmen bereitgestellte Budget könnte auch wesentlich smarter verwendet werden, als sich auf die vorliegenden Ansätze wie Abfindungen zu beschränken“, diagnostizierte Wolfgang Zeiher, Rentenexperte der Tarifkommission. Eine Option wären Kapitalkonten beziehungsweise Zeitwertkonten, zu denen 2015 bei der Telekom eine Regelung vereinbart wurde, auch um einen gleitenden Übergang in den Ruhestand zu ermöglichen. Dieses Modell könnte gegebenenfalls mit Ergänzungen als Referenz herangezogen werden.

 

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