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Telefónica: Keine gemeinsame Basis beim Projekt Chronos

Telefónica: Keine gemeinsame Basis beim Projekt Chronos

Chronos

Unter dem Projektnamen Chronos sollen die TGCS'n (Servicecenter) wettbewerbsfähiger und damit effizienter gemacht werden. An manchen Standorten wird schlicht von „Standortentwicklungsgesprächen“ gesprochen. Das Ziel ist offensichtlich, noch mehr Kosten zu sparen.

Verhandlungsgrundsätze

ver.di hat dem KBR empfohlen, vor den Verhandlungen zu Chronos gemeinsame Grundsätze mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren. Die sind dann wie Leitplanken bei den Verhandlungen, geben den Beteiligten Orientierung, Maß und Sicherheit. Die nun vom KBR vorgeschlagenen Grundsätze folgen dieser Idee. Es sind grundlegende Positionen, die eigentlich selbstverständlich sind. Es dürfte also kein Problem für den Arbeitgeber sein, diese zu unterschreiben. Doch der Arbeitgeber will das nicht!

Keine Begründung vom Arbeitgeber

Ohne Begründung hat der Arbeitgeber die von ver.di und KBR entwickelten Grundsätze abgelehnt und behält sich somit alle Optionen in der Hinterhand. Neben anderen, wollte sich der KBR mit dem Arbeitgeber auf folgendes verständigen.

  • Keine Schließung oder Verkäufe von TGCS-Betrieben bis Ende 2022. Solange darf es auch keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
  • Keine Verschlechterung von Bezahlung oder Arbeitszeiten.
  •  Die Arbeit der TGCS-Betriebe ist wichtig für Telefónica und wird als Grundlage für den Erfolg des Unternehmens anerkannt.
  • Wenn Chronos erfolgreich läuft, sind die TGCS-Standorte und die Arbeitsplätze gesichert.
  • Damit die Agenten in den TGCS-Standorten bestmögliche Arbeit liefern, braucht es auch gute Arbeitsplätze und ein gesundes Arbeitsumfeld.
  • Sind die Ergebnisse aus Chronos für einen Standort schlecht, überlegen Arbeitnehmervertreter*innen und Arbeitgeber gemeinsam, wie man diese Ergebnisse verbessern kann.
     

Sind die Ergebnisse aus Chronos positiv, dann muss Arbeit wieder von den Outsourcing-Partnern, zurückgeholt werden.

ver.di kann, was der Betriebsrat nicht kann!

„Diese Positionen sollten vom Arbeitgeber zu teilen sein. Verweigert der Arbeitgeber diese grundlegenden Standpunkte, dann verlieren beide; Beschäftigte und Arbeitgeber. Um diese Positionen können Betriebsräte nicht mit dem Arbeitgeber streiten oder diese gar erzwingen.

Da könnte ver.di viel mehr Druck machen. Organisiert euch in ver.di, werdet mehr und spürbar. Dann habt ihr mehr Möglichkeiten für eure Arbeit und euren Standort zu kämpfen.