Nachrichten

IBM-Update vom 22. April 2021:

IBM-Update vom 22. April 2021:

Starkes Ergebnis bei Tarifrunde 2021 | Clivia Conrad - neu für ver.di in den IBM-Aufsichtsräten | Europaweiter Protest gegen Stellenabbau bei IBM

Starkes Ergebnis bei Tarifrunde 2021
Die ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern stimmt in ihrer Sitzung am 22. April 2021, die als Videokonferenz durchgeführt wurde, dem Verhandlungsergebnis vom 15. April 2021 einstimmig zu. Das Ergebnis gilt für alle Gesellschaften im deutschen IBM-Konzern und beinhaltet im Einzelnen:

  • Erhöhung der Tarifgehälter und Ausbildungsvergütungen um 2,1 %
    mit einer abgesicherten Erhöhung von 1,5 % der effektiven Grundgehälter
  • Übertarifliches additives Gehaltserhöhungsprogramm mit einem gesellschaftsspezifischen Volumen von bis zu 1,8 %
  • Anwendung des übertariflichen Gehaltsprogramms auch für die Bands 9 und 10
  • Laufzeit vom 1. Mai 2021 bis 30. April 2022 (12 Monate) mit Auszahlung ab Juni 2021
    Entsprechend erfolgt die Beförderung in die Leistungsstufe auch zum 1. Mai 2021

Das Verhandlungsergebnis der Tarifrunde wurde von der ver.di-Verhandlungskommission im IBM-Konzern ausgesprochen positiv aufgenommen. Während in den vergangenen Jahren ein Eurobetrag als Mindesterhöhung sichergestellt hat, dass alle Beschäftigten im Geltungsbereich der Tarifverträge an dem Ergebnis partizipieren, wurde 2021 eine abgesicherte Erhöhung von 1,5 % der effektiven Grundgehälter vereinbart. Auch so wird sichergestellt, dass das alle IBMerinnen und IBMer am Tarifergebnis partizipieren. Der Faktor 1,5 % führt effektiv zu einem höheren Volumen.

Für Rückenwind in den Verhandlungen sorgten nicht nur die von den ver.di-Betriebsgruppen im IBM-Konzern organisierten Aktionstage zur Tarifrunde. In den vergangenen Wochen und Monaten fanden zahlreiche Aktionstage auch zum Stellenabbau bei IBM statt. Allein an den Webexsessions zum Thema Folgen von Kündigungen im Dezember 2020 nahmen ca. 2500 Kolleginnen und Kollegen teil und belegten damit eindrucksvoll die Aktions- und Durchsetzungsfähigkeit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft bei IBM.

Der Bundesfachgruppenvorstand IT/DV beschließt am 28. April 2021 zum Tarifabschluss.
 
 
Exklusive Infosession für ver.di-Mitglieder nur mit Anmeldung!
ver.di-Mitglieder sollen besonders gut informiert sein! Darum wird für ver.di-Mitglieder eine exklusive Infoveranstaltung zum Tarifabschluss 2021 angeboten.
3. Mai 2021, 11.00 Uhr
Onboarding ab 10.30 Uhr
verdi.webex.com/meet/bert.stach
Anmeldung bitte bis zum 28. April 2021 per Mail an bert.stach@verdi.de
Bitte bei der Anmeldung die Mitgliedsnummer angeben

Clivia Conrad ver.di Clivia Conrad

Clivia Conrad - neu für ver.di in den IBM-Aufsichtsräten
Die Aufsichtsräte der IBM in Deutschland haben wieder Verstärkung bekommen. Nach dem Ausscheiden von Christine Muhr wurde Clivia Conrad in die Aufsichtsratsgremien bestellt. Sie hatte bereits 2018 auf der Liste der Kandidat*innen für die Gewerkschaftsplätze gestanden und wurde nun erneut von ver.di vorgeschlagen. Nach der Zustimmung der anderen relevanten Gremien der Interessenvertretung bei IBM konnte die Bestellung erfolgen.  
Clivia Conrad ist Bundesfachgruppenleiterin Wasserwirtschaft und Tarifkoordinatorin für den Öffentlichen Dienst. In ihrem Bereich hat sie sich für Digitalisierungsthemen engagiert und ist in ihrer Branche und in ver.di sehr gut vernetzt. Die Europäische Bürgerinitiative Wasser ist Menschenrecht wurde von Clivia Conrad koordiniert.
"Ich freue mich auf die Wahrnehmung meiner neuen Mandate und bin gespannt zu erleben, welche Impulse die IBM in der IT-Branche setzt", sagte Conrad vor ihrer ersten Aufsichtsratssitzung, die im Mai stattfinden wird.
 

Europaweiter Protest gegen Stellenabbau bei IBM
Am Montag, den 19. April 2021 startete ein von der UNIglobalunion, der internationalen Dachorganisation der Dienstleistungsgewerkschaften, initiierter europaweiter Protest gegen den Stellenabbau bei IBM. Vertreter*innen zahlreicher europäischen Gewerkschaften trafen sich am Nachmittag zu einer kurzen Online-Konferenz, um sich über die jeweilige nationale Situation auszutauschen und gegen den Stellenabbau zu positionieren. Ebenfalls am 19. April wurde dem europäischen Management ein offener Brief zugestellt, in dem mehr als 20 unterzeichnende Gewerkschaften von IBM soziale Verantwortung (Corporate Social Responsibility - CSR) und den Verzicht auf Stellenabbau einfordern. "In der Woche fanden in verschiedenen Ländern weitere Aktionen statt. Es gab Protestvideoaktionen und - soweit unter Pandemiebedingungen möglich - auch echte Kundgebungen, die ein starkes Signal an das Europäische IBM-Management gesendet haben", sagte Birte Dedden, Leiterin des Bereichs ICTS (Information and Communication Technologies and Services) bei der UNI in Brüssel.

Weitere Informationen auf den Seiten der UNI

Schreiben an das IBM-Management

IBM-Update abonieren: https://www.ich-bin-mehr-wert.de/news/ibm_tarif_update/newsletteribm/