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Tarifrunde T-Systems, MMS, DT Security: Unerwartete Wendung in …

Tarifrunde T-Systems, MMS, DT Security: Unerwartete Wendung in der 4. Verhandlungsrunde

Auch die 4. Verhandlungsrunde am 15./16. März 2021 endete ohne ein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite. Stattdessen hat diese ein ganz anderes Modell in die Verhandlungen eingebracht.
 
 „Angebot“ des Arbeitgebers:

  • 2021 -> Nullrunde.
  • Ende 2022 -> Entgelterhöhung bei Erreichung der Planwerte aus 2019 für das Jahr 2022.
  • Die Höhe dieser Entgelterhöhung wird in der aktuell laufenden Tarifrunde festgelegt.
  • Laufzeit 24 Monate.

Das ist ein Rückschritt und kein Angebot
Eure ver.di-Verhandlungskommission hat dieses Modell klar abgelehnt. Die Systematik für erfolgsabhängige Entgeltbestandteile wurde mit der Arbeitgeberseite gemeinsam in der Tarifrunde 2018 für ver.di-Mitglieder im Nichtvertrieb stufenweise abgeschafft. Seit dem 1. Januar 2020 bekommen diese Kolleg:innen ein Jahresfestgehalt.
 
Einen Weg zurück und ein „Erarbeiten“ einer Entgelterhöhung wird es mit ver.di nicht geben.
 
Eure ver.di-Verhandlungskommission hat in der 1. Verhandlungsrunde deutlich gemacht, dass die ver.di-Mitglieder verlässliche Lösungen zu den Themen Sicherheit und Zukunft fordern.
 
Die Beschäftigten sind die ewigen, immer wiederkehrenden und nach kurzer Zeit wieder infrage gestellten Transformationsprozesse leid, nur um dann eine erneute Idee präsentiert zu bekommen.
 
Sie sind es leid,

  • darauf zu vertrauen, dass mit einer „neuen“ Transformation endlich der Erfolgsweg gefunden wurde.
  • sich auf ihre eigenen Stellen neu bewerben zu müssen.
  • sich seit Jahren anhören zu müssen, dass eine Entgelterhöhung in der angespannten Lage nicht finanzierbar sei.
  • ständig mit der Angst leben zu müssen, dass bei der nächsten Maßnahme ihr persönlicher Arbeitsplatz abgebaut wird. 
  • immer der unbeliebte Teil des Telekom Konzerns zu sein.
  • eine schlechtere Entgeltentwicklung als alle anderen tarifierten Unternehmen im Telekom Konzern zu erhalten.

Was unsere ver.di-Mitglieder stattdessen verdienen, ist

  • Verlässlichkeit.
  • ein sicherer Arbeitsplatz.
  • eine berufliche Entwicklungsmöglichkeit.
  • eine verständliche und nachvollziehbare Zukunftsstrategie, der die nötige Zeit zur Entfaltung gegeben wird.
  • eine zum Telekom Konzern gleichwertige Entgeltentwicklung.
  • vor allem Wertschätzung

Die Arbeitgeberseite hat allerdings deutlich gemacht, was SIE unter Sicherheit und Zukunft für die T-Systems verstehen. Gerade mal drei Wochen nachdem mit dem Betriebsrat Interessenausgleiche und Sozialpläne abgeschlossen wurden, werden die dort vereinbarten sozialverträglichen Modelle zur Umsetzung des Personalabbaus wieder infrage gestellt. Die neue Lösung der Arbeitgeberseite heißt „befristete Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich für vom Personalabbau betroffenen Bereiche“.

Die Arbeitgeberseite hat ver.di diesbezüglich zu Verhandlungen aufgefordert. Der ehrenamtliche ver.di-Bundesfachgruppenvorstand IT/DV wird sich am 29. März 2021 als zuständige Tarifkommission mit der Aufforderung befassen.

Wichtig ist es jetzt, eure Einschätzung und Meinungen zu hören. Diskutiert bitte mit euren ver.di-Vertrauensleuten, euren ver.di -Betriebsgruppen und euren ver.di-Betriebsrät:innen, ob und wie eine Arbeitszeitverkürzung aus eurer Sicht verhandelt werden könnte.

Die Tarifverhandlungen werden in der dritten Aprilwoche fortgesetzt. Mit oder ohne Aufnahme zu Verhandlungen einer Arbeitszeitverkürzung. Wir werden berichten.

- MITGLIED WERDEN -

- MITMACHEN, MITENTSCHEIDEN -

- GEMEINSAM DURCHSETZEN -

ver.di fordert eine:

  • tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte um 4 %

  • Laufzeit 12 Monate

  • Komponente zur Steigerung der Einkommensgerechtigkeit

Gib ver.di ein Gesicht

Vielen Dank, an die vielen Kolleginnen und Kollegen, die sich an den zahlreichen gemeinsamen Mittagspausen-, Koch- und Fotoaktionen beteiligt haben. Dies stärkt eurer ver.di-Verhandlungskommission den Rücken.

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