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IBM-Update vom 29. Oktober 2021:

IBM-Update vom 29. Oktober 2021:

Klare Botschaft gegen Stellenabbau am Jahrestag der Ankündigung des größten IBM-Abbauprogramms seit Jahrzehnten

Ein Jahr nach der Ankündigung des größten Stellenabbauprogramms der IBM in Deutschland in den letzten Jahrzehnten zogen die Vorstände der ver.di-Betriebsgruppen und die ver.di-Tarifkommission im IBM und Kyndryl-Konzern in einer Webex-Infoveranstaltung eine erste Bilanz.
Gleich zu Beginn der Session richtete ver.di-Konzernbetreuer Bert Stach Grußworte des ver.di-Bundesfachgruppenleiters Florian Haggenmiller aus. Haggenmiller ließ eine klare Botschaft übermitteln: "Die von der IBM ausgesprochenen Kündigungen können kaum als rechtmäßig bezeichnet werden. Alle mir bekannten Urteile der Landesarbeitsgerichte haben die Kündigungen für unwirksam erklärt und die IBM nach meiner Einschätzung mitunter regelrecht abgewatscht. Dennoch gibt es noch immer laufende Kündigungsschutzverfahren. Das ist verantwortungslos und beschämend!"
Bert Stach ließ die letzten 12 Monate Revue passieren und erinnerte an das unermüdliche Engagement der ver.di-Gremien: "Wir haben die ver.di-Mitglieder optimal betreut, Protest und Widerstand organisiert, kreative Alternativen zu Kündigungen entwickelt und Lösungen gesucht. Wir haben Kontakte zu anderen IT-Unternehmen vermittelt, um Jobperspektiven zu schaffen und Unklarheiten beim Kapitalkontenmodell ausgeräumt. Ohne das Engagement der ver.di-Betriebsgruppen und der ver.di-Tarifkommission im IBM und Kyndryl-Konzern hätte es wahrscheinlich wesentlich mehr Kündigungen und schlechtere Rahmenbedingungen gegeben." Wolfgang Zeiher stellte fest, dass auch in Zukunft mit einem andauernden Personalumbau zu rechnen sei und mahnte an, Instrumente zu implementieren und zu leben, die zukünftige Kündigungen überflüssig machen: "Wir brauchen eine andauernden Qualifizierungsoffensive und eine Toolbox mit einer neuen betrieblichen Altersversorgung einem noch besseren Kapitalkontenmodell und einem verfügbaren Altersteilzeitprogramm. Wir sind verhandlungsbereit." Felix Koop, der auch neuer KBR-Vorsitzender im Kyndryl-Konzern ist, positionierte sich als ver.di-Betriebsgruppenvorsitzender: "Kündigungen sind bei IBM zu einem Standardinstrument des Personalabbaus geworden. Dazu kam die Aufspaltung des Konzerns und damit eine ständige Unsicherheit bei vielen Kolleginnen und Kollegen. Es muss endlich wieder Ruhe einkehren! Die Geschäftsführungen der IBM und von Kyndryl müssen ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten gerecht werden und für gute und sichere Arbeitsplätze sorgen!"