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IBM-Update vom 8. August 2018: ver.di-Tarifkommission und ver.di-Betriebsgruppen im IBM-Konzern zu angekündigten Einstellungen | Abstimmung über Urwahl des Aufsichtsrats der IBM Central Holding

Die ver.di-Tarifkommission und ver.di-Betriebsgruppen im IBM-Konzern haben am 8. August 2018 in einer Telefonkonferenz die Ankündigung der IBM zur Einstellung von ca. 2200 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewertet.
Erst einmal begrüßen die ver.di-Vertreterinnen und -Vertreter die Ankündigung zur Schaffung neuer Stellen. Die Pläne zum Aufbau neuer Beschäftigung stehen im Gegensatz zu zahlreichen Ankündigungen der vergangenen Jahre in denen es um Beschäftigungsabbau beziehungsweise den Verkauf von Unternehmensteilen mit daraus resultierenden Betriebsübergängen ging.
Die Meldung wurde dennoch kritisch hinterfragt.
Der Ankündigung der IBM zur Schaffung von 1000 neuen Stellen im Watson IoT Center in München aus dem Jahr 2015 folgte eine Handelsbilanz aus dem Jahr 2016 in der durchschnittlich sechs (6) Beschäftigte ausgewiesen werden. Es ist zu hoffen, dass die Umsetzung der Ankündigung jetzt besser funktioniert.
Gleichzeitig laufen weiter Verhandlungen zum Verkauf von Betriebsteilen in verschiedenen IBM-Bereichen. Zusammen mit einer normalen Fluktuation bedeutet die Schaffung von ca. 2200 neuen Stellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz über einen Zeitraum von drei Jahren noch lange nicht, dass Beschäftigung in Deutschland tatsächlich aufgebaut wird.
Auch vor diesem Hintergrund erwarten die ver.di-Tarifkommission und die ver.di-Betriebsgruppen im IBM-Konzern, dass die geplanten Verkäufe von Betriebsteilen noch einmal geprüft werden. Für viele IBMerinnen und IBMer ist es kaum nachvollziehbar, das auf der einen Seite Kolleginnen und Kollegen aus dem Konzern gedrängt werden, währen an anderer Stelle Neueinstellungen stattfinden sollen. Bei den betroffenen Beschäftigten sind entsprechende Qualifikationen vorhanden, die die IBM gut für ihre Zukunftsthemen gebrauchen kann.
Für eine positive Unternehmensentwicklung bedarf es motivierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der Ankündigung der IBM-Geschäftsführung wurde ein erster Schritt vollzogen. Um vor dem Hintergrund der Entwicklungen der letzten Jahre und des zunehmenden Fachkräftemangels IBM zukunftsfest zu gestalten bedarf, es aber noch weiterer Schritte.

 

Direkt entscheiden, wer direkt in den IBM-Aufsichtsrat kommt: Am 21. August abstimmen! 

Abstimmung über Urwahl des Aufsichtsrats der IBM Central Holding am 21. August

Die ver.di-Wahlkommission für die Aufsichtsratswahlen im IBM-Konzern, die die Wahlabläufe für ver.di begleitet, hat erfolgreich eine Initiative zu einer Urwahl der Aufsichtsratswahl bei der IBM Central Holding gestartet. Jetzt muss - entsprechend des Mitbestimmungsgesetzes - über die Art der Wahl abgestimmt werden. Nur wenn die Abstimmung über die Art der Wahl auch erfolgreich verläuft, können die IBMerinnen und IBMer die Arbeitnehmervertreter für den Aufsichtsrat selbst und direkt wählen.
Wann, wo und wie diese Wahl stattfindet, muss in Aushängen im Betrieb erläutert werden. Fragen können die jeweiligen Betriebswahlvorstände beantworten, die von den Betriebsräten eingesetzt wurden (Kontaktinformationen gibt es über die zuständigen Betriebsräte).
Da der Aufsichtsrat wichtige Funktionen wie Bestellung und Abberufung des Vorstandes, Überwachung der Geschäfte des Vorstandes oder Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses - um nur einige zu nennen - wahrnimmt, ist diese Wahl sehr wichtig.

Am 21. August wählen gehen

oder

Briefwahlunterlagen beantragen

 

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