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Telefónica: Netztechnik-Reorganisation auf Abwegen

Telefónica: Netztechnik-Reorganisation auf Abwegen

Die Ankündigungen von Standortschließungen in Köln, Hannover und Frankfurt sind Schocks. Die wenigsten Beschäftigten haben mit so einschneidenden Maßnahmen gerechnet. Geht es dem Unternehmen wirklich so schlecht, dass man seinen Beschäftigten den Boden unter den Füßen wegzieht?

 

Fragen über Fragen


Viele Kolleginnen und Kollegen fragen sich:

  • Wo werde ich zukünftig arbeiten?
  • Was werde ich zukünftig arbeiten?
  • Wie lange werde ich künftig zu meinem Arbeitsplatz fahren müssen?
  • Oder muss ich etwa umziehen?
  • Oder sollte ich besser kündigen?

Fragen über Fragen, deren Antworten wohl kaum schon jemand kennt.


Verdeckter Personalabbau

Aus ver.di-Sicht sind die angekündigten Standortschließungen Maßnahmen im Rahmen des NTReorgs und damit verdeckte Stellenstreichungen.

Klar ist, dass bei solch einschneidenden Veränderungen immer etliche Kolleginnen und Kollegen auf der Strecke bleiben und damit Jobs verloren gehen. Genau das will das Unternehmen offensichtlich erreichen. Das Gerede von Komplexität und Flexibilität, das der Arbeitgeber durch die Schließungen reduziert, ist ein schlechter Witz.


Füße stillhalten

Wegen der bisher zu geringen gewerkschaftlichen Organisation der Beschäftigten bei der Telefónica sind nun wieder eure Betriebsräte in der Pflicht und müssen alleine auf weiter Flur die Bedingungen für euch raushandeln. Aber sie müssen friedlich bleiben („Friedenspflicht“).

Eine starke Gewerkschaft auf eurer Seite müsste nicht friedlich bleiben. Ein hoher gewerkschaftlicher Organisationsgrad würde mehr für euch erreichen können.

Das Bundesarbeitsgericht hat in einer Grundsatzentscheidung die Rolle der Gewerkschaften im Kampf gegen Standortverlagerungen oder Betriebsschließungen gestärkt. Sie dürfen zu Streiks für Tarifverträge aufrufen, mit denen die wirtschaftlichen Nachteile solcher Betriebsänderungen ausgeglichen werden sollen. Das kann unter extremen Umständen für den Arbeitgeber so teuer werden, dass er seine Pläne aufgibt.

ver.di will auf jeden Fall die Standortschließungen verhindern und keine weiteren Stellenstreichungen im gesamten Konzern.

 
Wer mehr will, muss sich organisieren.


Der Mitgliedsbeitrag ist steuerlich absetzbar und enthält Arbeitsrechtsschutz.
Durch Tarifverträge und in solchen brenzligen Situationen amortisiert sich der Mitgliedsbeitrag schnell.

Lasst eure Betriebsräte nicht allein mit den Verhandlungen.
Werdet ver.di-Mitglied und holt mit ver.di und mit euren Betriebsräten mehr für euch raus.
 
Jetzt Mitziehen!
Mach stark, was Dich stark macht: ver.di.