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ISS: Arbeitgeber untermauert Forderung

ISS: Arbeitgeber untermauert Forderung

In den Verhandlungen am 19. April untermauerte der Arbeitgeber seine Forderung zur Nullrunde. Zudem wurden weitere Themen zur Beschäftigungszukunft bei der ISS CS besprochen. Ver.di hat die Ergebnisse der Umfrage „besser machen“ vorgestellt.


Zukunft braucht Beschäftigung

Zu Beginn der Verhandlungen hat der Arbeitgeber seine Sichtweisen zu den zukünftigen Herausforderungen eingebracht. Um der rückläufigen Umsatzentwicklung zu begegnen müsse der Account stabilisiert und in den kommenden Jahren auf Innovation, Qualifizierung und weiteren Personalumbau gesetzt werden. Die Orientierung auf die Zukunft begrüßt ver.di. Innovation geht aus ver.di-Sicht nur mit Qualifikation auf Zukunftsthemen und Sicherheit für die Beschäftigten durch Schutz vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen. Die Aktivitäten zur Steigerung der Eigenleistung begrüßt ver.di ausdrücklich.


Besser machen

Darüber hinaus wurde dargestellt, mit welchen Initiativen der Beitrag des Unternehmens zur Verbesserung des Ergebnisses gesteigert werden soll. Der Verhandlungskommission wurde deutlich, dass arbeitgeberseitig vieles auf den Weg gebracht wurde. Unklar bleibt, wie die Ergebnisse der Initiativen aussehen.

Dass endlich Ergebnisse der Arbeitgebermaßnahmen in den Systemen und Prozessen kommuniziert und sichtbar gemacht werden müssen, gehört auch zu den Erkenntnissen aus der besser-machen-Umfrage. Zudem sind mehr Transparenz im Handeln des Unternehmens und klare Ziele nötig. Es hat sich bestätigt, dass mangelhafte IT Systeme, wenig anwenderfreundliche Anwendungen, unklare und wenig praxistaugliche Prozesse für Blindleistungen und für Frust bei den Beschäftigten sorgen. Das wichtigste Ergebnis aus der Umfrage ist, dass die Erfahrung und das Wissen der Beschäftigten Anerkennung finden muss.

ver.di ist mit dem Arbeitgeber in der Verabredung, die Ergebnisse aus der Umfrage nochmal genauer anzuschauen, Maßnahmen abzuleiten und deren Umsetzung nachzuhalten.


Nullrunde untermauert

Im Anschluss an die Ausführungen zur wirtschaftlichen Entwicklung hat der Arbeitgeber seine Forderung nach einer Nullrunde nochmals bekräftigt. Nach den Vorstellungen der ISS CS soll diese bis Ende 2023 wirken. Ziel ist es, dass durch die Verhinderung weiterer Kosten Ende des Jahres eine schwarze Null erreicht werden kann. Als Gegenleistung bietet der Arbeitgeber eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2021 an.

Darüber hinaus stellt der Arbeitgeber die Fortführung der heute schon geplanten Ausbildungsquote und eine Verlängerung der Fristen für das Freiwilligenprogramm in Aussicht. Für beide Themen erklärte die Arbeitgeberseite jedoch, dazu keine Vereinbarung mit ver.di abschließen zu wollen.

Die Gespräche gehen weiter

Die Forderung nach einer über 2 jährigen Nullrunde hat die Verhandlungskommission umgehend abgewehrt. Ohne monetäre Anerkennung der Leistung, einen besseren Kündigungsschutz und Regelungen zur Fortführung der betrieblichen Altersvorsorge wird es für ver.di keine Verabredungen geben. Nach diesem deutlichen Signal hat der Arbeitgeber weitere Verhandlungsbereitschaft signalisiert.

Der nächste Termin ist für den 3. Mai verabredet.

Mitglied werden und mitdiskutieren

Die ver.di Betriebsgruppen werden kurzfristig Informationsveranstaltungen einberufen, in denen es die Möglichkeit für Fragen zur ver.di Position und zur Diskussion gibt.

Angriffe auf die Beschäftigten werden im Betrieb abgewehrt. Deshalb jetzt:

www.mitgliedwerden.verdi.de