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Telefónica: Weiterer Personalabbau geht an Substanz

Telefónica: Weiterer Personalabbau geht an Substanz

ver.di warnt

In einem Brief an Vorstandsvertreter der Telefónica Deutschland (TEF) und den Aufsichtsrat warnte ver.di vor den Folgen des geplanten Personalabbaus im NT-Bereich. Weiterer Personalabbau ist ein Fehler! Telefónica hat bereits sehr viel Personal nach der Fusion mit E-Plus verloren und es wird für die Beschäftigten in allen Geschäftsbereichen immer schwieriger, dem wachsenden Arbeitsdruck und den sich verändernden Anforderungen Stand zu halten.

Politik hat sich bewegt

ver.di hat sich in den vergangenen Wochen weit aus dem politischen Fenster gelegt und durch Pressearbeit und Gespräche mit Ministerien und Fraktionsvertretern das politische Umfeld auf die Probleme der TK-Branche aufmerksam gemacht. Auch die Aktivitäten der drei KBR-Vorsitzenden von Telefónica, Vodafone und Telekom fußt auf einer ver.di-Initiative. Ziel ist für ver.di, das regulatorische Umfeld günstig für den Erhalt von Arbeitsplätzen und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der TK-Branche zu beeinflussen.
Auch Telefónica hat diese Aktivitäten von ver.di dankbar angenommen und ausdrücklich begrüßt.

Tritt in den Hintern

Das Telefónica ver.di-Aktivitäten begrüßt, um kurz danach weiteren Personalabbau anzukündigen empfinden wir als einen Tritt in den Hintern. Der Erwerb der 5G-Lizenzen geht mit weitreichenden Ausbauverpflichtungen einher.

Das braucht qualifizierte Beschäftigte, Knowhow und Ambitionen. ver.di, Politiker und Ministerien wundern sich, wie sich die 5G-Ausbauverpflichtungen mit einem umfassenden Personalabbau ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt vertragen?

Es geht anders

Der geplante Personalabbau ist ein Fehler und beschädigt die Glaubwürdigkeit der TEF!
Mit den Ausbauverpflichtungen aus der 5GLizenz ist nicht zu spaßen und TEF braucht seine Kolleginnen und Kollegen in den nächsten Jahren ganz besonders dringend!

ver.di fordert ein Aussetzen des Personalabbaus bis Ende 2022 (bis zum Ende der Ausbauverpflichtungen aus der 5G-Lizenzauktion). Außerdem soll die Zeit bis Ende 2022 zwischen Betriebsräten und Arbeitgeber genutzt werden, ein Arsenal mit sozialverträglichen Maßnahmen zu verabreden! Sollte nach 2022 ein Personalabbau immer noch akut sein, dann können Betroffene und Betriebsräte auf dieses Arsenal zurückgreifen.

Betriebsräte können sich nur eingeschränkt gegen die Pläne des Arbeitgebers zum weiteren Personalabbau wehren. ver.di jedoch könnte mit vielen Mitgliedern ordentlich Druck machen. Je mehr in ver.di organisiert sind, desto wirksamer könnte ver.di gegen den Personalabbau kämpfen.