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DT PVG: Schutzpaket durchgesetzt

DT PVG: Schutzpaket durchgesetzt

ver.di setzt Schutzpaket zur „Transformation PVG“ durch!

Schutz, Sicherheit und Perspektiven

Die Einigung mit ver.di bildet die Basis für den Abschluss eines umfassenden Interessenausgleichs / Sozialplan

Der Einsatz der Beschäftigten für ihre Interessen und die Beteiligung an den vielen ver.di-Aktionen haben es mög­lich gemacht: Im Wissen, dass die Beschäftigten hinter den ver.di-Forderungen stehen hat ver.di ein Schutz­paket durchgesetzt, auf dessen Basis der Betriebsrat einen umfassenden Interessenausgleich und Sozialplan zum Abschluss bringen konnte.
 
Im Kern beinhaltet das Schutzpaket folgende Inhalte:

1. Steigerung der Shopattraktivität:

Die Arbeitgeberseite sagt zu, Maßnahmen zu ergreifen und umzusetzen, mit denen die Attraktivität der eigenen Shops erhöht wird. Ziel ist es, eine Verbesserung der umsatzrelevanten und werthaltigen Kundenfrequenz zu erreichen und damit auch perspektivisch den Erhalt einer bundesweiten eignen Shopinfrastruktur der Deutschen Telekom sicherzustellen. (...)

Damit ist eine klares „Kommitment“ der Arbeitgeber­seite zur eigenen Shopstruktur und eine klare Perspektive für die Beschäftigten in der PVG erreicht.


2. Ausschluss betriebsbedingter Beendigungs­kündigungen wird bis Ende 2021 verlängert

Kein Beschäftigter, wird bis Ende 2021 (Zeitraum der Transformation) mit betriebsbedingten Beendigungs­kündigungen bedroht.

Damit ist die wichtigste der ver.di Kernforderungen erfüllt.

 

3. Sozialverträgliche Umsetzung:

Die Arbeitgeberseite hat sich verpflichtet, zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen ausschließlich die im Deutschlandsegment üblichen und einschlägigen sozial­verträglichen Instrumente zu nutzen. Dies sind u.a. attraktive Abfindungsangebote, natürliche Fluktuation / Ruhestand, engagierter Ruhestand, sowie - wo möglich - die Substituierung von Zeit- und Leiharbeit durch eigenen Mitarbeiter.

Darüber hinaus hat die Arbeitgeberseite zugesagt, dass freie Stellen innerhalb des Segments Deutschlands auch für eine Vermittlung von Beschäftigten der PVG (unter Berücksichtigung der bestehenden Regularien im Kon­zern) genutzt werden. Dabei wird das Personalumbau- und Transfermanagement genutzt, welches eine qualifi­zierte Beratung und Betreuung von Betroffenen sicher­stellt.

 

4. Altersteilzeitangebote durchgesetzt, die geplanten Personalabbau reduzieren:

Bis zu 120 Beschäftigte erhalten auf ihren Wunsch ein Angebot zum Abschluss eines ATZ Vertrages, soweit die einschlägigen Bedingungen (Alter, Regelungen des ATZ TV, …) vorliegen:
Die Altersteilzeit muss spätestens zum 1. Dezember 2020 beginnen und während der Aktivphase auch in der PVG durchführbar sein.  (...)

Jeder der 120 möglichen ATZ Verträge wird auf die arbeitgeberseitig geplanten Personalbedarfsreduzierun­gen vollumfänglich angerechnet.


5. Ausbildung in der PVG gesichert:

Die Durchführung eines Ausbildungsverhältnisses in der PVG wird gesichert. Daher wird Auszubildenden, die in einem von einer Schließung betroffenen Shop eingesetzt sind, die Fortführung der Ausbildung in einem anderen Shop (bzw. sofern vom Ausbildungsinhalt möglich, ggf. auch in anderen Konzerneinheiten) angeboten.

Die Tarifvertragsparteien werden nach Abschluss des Interessenausgleichs / Sozialplan prüfen, ob durch eine Versetzung von Auszubildenden für diese wirtschaftlichen Nachteile entstehen und ob diesbezüglich auch für die Auszubil­denden Ausgleichs­regelungen vereinbart werden.


6. Übernahme in der PVG gesichert:

2/3 der bisher für die Jahre 2020/2021 geplanten Über­nahmen von Nachwuchskräften werden trotz der Trans­formation PVG realisiert. Die Übernahmeangebote wer­den an Standorten und Shops unterbreitet, die auch perspektivisch Bestand haben.

Die Übernahme von Nachwuchskräften erhöht dabei nicht die geplanten Bedarfsreduzierungen für die Jahre 2020 und 2021. Das heißt sie erfolgen „on Top“!

Mit dieser Regelung wird eine weitere ver.di Kernforderung erfüllt. Das sichert Perspektiven und verhindert, dass junge gegen erfahrene Kräfte ausgespielt werden. Das war uns besonders wichtig.
Die Forderung nach einer Verkürzung der Wochen­arbeitszeit haben wir zum jetzigen Zeitpunkt zurück­gestellt.
Wesentliche Zielsetzung einer WAZ-Verkürzung war es, die Abbauzahlen so zu verringern, dass die Übernahme der Nachwuchskräfte gesichert wird. Dies haben wir nunmehr auf einem anderen Weg durchgesetzt.
 

Gemeinsam durchgesetzt!

Der ver.di-Betriebsrat hat parallel zu den ver.di-Verhandlungen die schwierigen Verhandlungen zu einem Interessenausgleich und Sozialplan geführt und mit vie­len weiteren Details und Regelungen nun zum Abschluss bringen können. Die Einigung mit ver.di zu dem Schutzpaket und der nun abgeschlossene Interessenausgleich / Sozialplan bieten den Beschäftigten den größtmöglichen Schutz, Sicherheit und Perspektive zu der vom Arbeitgeber in der PVG initiierten Transformation. Im Interessenausgleich und Sozialplan sind unter an­derem Fragen der Standortanzahl, Standortsicherheit, Personalisierungsverfahren und materielle Ausgleichs­regelungen sowie Entgeltschutz geregelt.

Über die Details wird in den nächsten Tagen umfassend durch den Betriebsrat informiert. Auch die Arbeitgeber­seite wird die Beschäftigten in den nächsten Tagen informieren.


Sicherheit und Perspektiven - auch im Umbruch! Mit ver.di und Dir!
Wir danken allen unseren ver.di-Mitgliedern und Aktiven, die im Kampf um Arbeitsplätze und Standorte in der PVG mitgezogen haben.
Nur ihr habt dieses Schutzpaket möglich gemacht.


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