Nachrichten

Gut. Besser. Verkauft!

Gut. Besser. Verkauft!

Pressemeldung überrascht Beschäftigte

Heute gab Telefonica Deutschland bekannt, zwei Standorte in Essen und Berlin mit ins- gesamt rund 550 Beschäftigten verkaufen zu wollen. Wieder einmal trifft es die Kolleginnen und Kollegen im Kundenservice. Wieder einmal stehen die betroffenen Beschäftigten vor einer unsicheren Zukunft. Wieder einmal bleiben die Zusicherungen der Arbeitgeber zum Erhalt von Standorten und zum langfristigen Erhalt der Arbeitsplätze für die Zeit nach dem Verlauf vage. Belastbare Zusicherungen in Form von schriftlichen Zusagen für die Jobs und die Standorte in Essen und Berlin bleiben bis dato aus. ver.di kritisiert, dass die Unterrichtung der Betriebsräte über die Verkaufspläne erst vor gut einer Woche erfolgte. Viel zu spät, um seriös über mögliche Alternativen zu verhandeln.

Immer besser, aber nicht gut genug

Bitter ist zudem die Tatsache, dass alle TGCSn im Telefonica-Konzern seit Jahren erfolgreich an einer Verbesserung ihrer Effizienz arbeiten. Auch die TGCSn Essen und Berlin wurden immer besser, ohne dass ihre Kosten stiegen! Es wirkt wie Hohn, wenn der Arbeitgeber in seiner Pressemeldung zum Verkauf der beiden Standorte auf eine „preisgekrönte Erfolgsgeschichte“ verweist.

„Die Menschen im Kundenservice sind ein elementarer Bestandteil für die gute Bewältigung der Corona-Krise, aber auch für den Kundenservice der Telefonica als Ganzes. Als Dank folgt die Botschaft des Arbeitgebers: Gut ist nicht gut genug. Wir verkaufen euch lieber,“ kritisiert der Konzernbetreuer der ver.di, Christoph Heil.

Telefónica-Beschäftigte ver.dienen mehr!

ver.di-Mitglieder, die Beratung brauchen, können sich an uns wenden. Auch die Betriebsräte können ver.di kontaktieren und mit uns gemeinsam überlegen, wie man den Übergang zum neuen Arbeitgeber gut gestaltet.