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Tarifvertragliche Regelung und Betriebsräte schaffen Sicherheit …

Tarifvertragliche Regelung und Betriebsräte schaffen Sicherheit für Beschäftigte in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit!

Mit der Corona-Pandemie wird nicht nur das öffentliche Leben, sondern besonders auch das wirtschaftliche Leben und damit die Situation lohnabhängiger Beschäftigter unter erschwerte Bedingungen gestellt. Der Druck ist groß und reicht von Arbeits- und Gesundheitsschutz bis zur Frage der Arbeitsplatzsicherheit.


Wie funktioniert Kurzarbeit?

Das Ziel von Kurzarbeit ist es, Kündigungen zu verhindern. Sollte Kurzarbeit eingeführt werden, so bestimmt der Betriebsrat über die Einführung und die Betroffenheit der Beschäftigten mit. Dabei sind die Auswahl der Beteiligten und die Verteilung der Belastung besonders wichtig. Ziel der Betriebsräte ist es natürlich, Kurzarbeit zu vermeiden.

Ausgenommen von Kurzarbeit sind Beamt*innen, Minijobber*innen, Beschäftigte in Krankengeldbezug oder Urlaub.


Neue gesetzliche Regelungen zum Kurzarbeitergeld

Damit die Beschäftigten Ihren Lebensunterhalt bestreiten können, gibt es vom Staat sogenanntes Kurzarbeitergeld, sodass jeder Beschäftigte mindestens im ersten Monat 60% vom Nettoeinkommen (das was nach Abzügen ausgezahlt wird) zur Verfügung hat. Mit Kind(ern) sind es 67%.

Ab dem 4. Monat Kurzarbeit gibt es 70/77% vom Netto und ab dem 7. Monat 80/87%. Diese Regelung hat die Bundesregierung kürzlich insbesondere auch aufgrund des Drucks von Gewerkschaften beschlossen.


Gewerkschaft wirkt für finanzielle Sicherheit!

Das ist nicht schlecht, reicht aber bei den wenigsten aus, um allen laufenden Kosten nachzukommen. Und auch die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes greift etwas zu kurz, wenn laufende Kosten des Lebensunterhaltes zu bedienen sind.

Deswegen sind tarifliche Regelungen wichtig, die auch in der Kurzarbeit ein gutes und sicheres Einkommen garantieren.

Für die gewerblich Beschäftigten (Hausmeister, Security, Cleaning) verhandelt der Gesamtbetriebsrat mit Hochdruck an einer Vereinbarung, um die Gehaltseinbußen so gering wie möglich zu halten.

Bei der ISS Communication Services GmbH sind wir gut auf Kurzarbeit vorbereitet

Im Manteltarifvertrag für die Beschäftigten der ISS CS hat ver.di mit dem Arbeitgeber vereinbart, dass die Beschäftigten im Falle von Kurzarbeit weiterhin 80% ihres Bruttoentgelts erhalten. Eine Arbeitszeitreduzierung von weniger als 10% gilt nicht als Kurzarbeit.

Gute Tarifverträge und gewerkschaftlich organisierte Betriebsräte setzen Standards

Die im Manteltarifvertrag vereinbarte Regelung wurde nun in die Betriebsvereinbarung übernommen und gilt auch für außertariflich Beschäftigte und die Kolleg*innen in der BES. Im gewerblichen Bereich konnte mit dieser Regelung ebenfalls ein besserer Standard als im Gesetz vorgeschrieben, vereinbart werden. Der Manteltarifvertrag gilt zum Beispiel für die Beschäftigten in den Bereichen Bau, kaufmännische Verwaltung, Servicetechniker.

An zwei exemplarischen Berechnungen (Grundlage: der Berechnung 2. Lohnlinie, verheiratet, keine Kinder) soll der Vorteil des Tarifvertrages verdeutlicht werden:

Beispiel ver.di Beispiel

 

Dein Team für gute Arbeit: ver.di

Damit es auch weiterhin gute Arbeitsbedingungen und Schutz in Krisenzeiten für die Beschäftigten der ISS CS gibt, braucht es eine gut organisierte Belegschaft.

Deshalb:

www.mitgliedwerden.verdi.de

Für nähere Informationen stehen die ver.di- Vertrauensleute und ver.di-Betriebsräte zur Verfügung. Oder du wendest dich direkt an deinen ver.di-Bezirk.