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ver.di-Innovationsbarometer 2019

ver.di-Innovationsbarometer 2019

Die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) trägt bislang nur unzureichend zur Verbesserung der Arbeitsqualität bei. Stattdessen drohen Arbeitsplatzabbau sowie eine höhere Arbeitsintensität und geringere Handlungsspielräume für die Beschäftigten. Das sind die zentralen Befunde des „Innovationsbarometers 2019 – Künstliche Intelligenz“ der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutliche Defizite beim Einsatz von KI-Systemen. So fürchten 66 Prozent der befragten ver.di-Betriebs-, Personal- und Aufsichtsräte in betroffenen Unternehmen, dass die Zahl der Arbeitsplätze durch den KI-Einsatze sinken wird (nur drei Prozent erwarten eine Zunahme). Zudem berichten 52 Prozent der Befragten von einer Zunahme der Arbeitsintensität (von einer Abnahme nur elf Prozent); 50% stellen eine zunehmende Transparenz des Leistungsverhaltens der Beschäftigten fest (13 Prozent gehen von einer Abnahme aus) und 60 Prozent der Befragten berichten von einer Verringerung der Handlungs- und Entscheidungsspielräume durch KI (nur vier Prozent von einer Ausweitung).

Wenn 32 Prozent der Befragten angeben, ihnen sei nicht einmal bekannt, ob in ihrem Unternehmen KI verwendet werde, muss sich die Informationspolitik der Unternehmensleitungen schleunigst ändern. 57 Prozent der Mitbestimmungsorgane sind nicht an der Planung und Durchführung von KI-Projekten beteiligt.

Diese Studie stellt einen ver.di-Beitrag zum Wissenschaftsjahr 2019 >Künstliche Intelligenz< dar.

Direkter Link zum Innovationsbarometer 2019 - Künstliche Intelligenz