Nachrichten

„Erweiterte Sondierungen“ sollen einen Weg zur Beilegung des …

„Erweiterte Sondierungen“ sollen einen Weg zur Beilegung des Tarifkonfliktes T-System eröffnen

Jetzt die Chance nutzen, Herr Al-Saleh!
Neuer Versuch zur Beilegung des Tarifkonfliktes!

02.10.2018 - Die zuständigen ver.di-Gremien haben die aktuelle Situation der Verhandlungen bewertet und entschieden, dass im Rahmen erweiterter Sondierungsgespräche der Versuch unternommen werden soll, den Tarifkonflikt bei der T-Systems beizulegen. An diesen Gesprächen werden von beiden Seiten bisher nicht in die Verhandlungen einbezogene Vertreter der Tarifvertragsparteien teilnehmen. Die Gespräche sollen Mitte Oktober aufgenommen werden.

Bisheriger Stand

In der 5. Verhandlungsrunde hat die Arbeitgeberseite ein nachgebessertes Angebot vorgelegt. Die Nachbesserungen waren allerdings nicht ausreichend, um den Tarifkonflikt beizulegen. Die Arbeitgeberseite ist auch damit weiterhin deutlich von den ver.di Forderungen entfernt.
Das letzte Arbeitgeberangebot im Detail:

  • 12 Leermonate
  • Erhöhung der Entgelte und Entgeltbänder um 2,0 Prozent ab dem 01. April 2019
  • Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019 (21 Monate)
  • Festlegung auf 100% Zielerreichung der Unternehmensziele für 2018
  • Zusicherung von mindestens 90% Zielerreichung der Unternehmensziele für 2019
  • Schutz vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen bis zum 31. Dezember 2020, allerdings nur bei halbjährlicher Erfüllung der im Interessenausgleich „Transformation“ festgelegten Personalbestandszielzahlen. Werden diese Kennzahlen für den jeweiligen Bereich nicht erfüllt, endet der Kündigungsverzicht für diese Bereiche automatisch unmittelbar.
  • Aussetzung der Ansparung von Stunden bei Kolleg*innen in der altersbedingten reduzierten Arbeitszeit bis zum 31. Dezember 2020

Die im Angebot enthaltene Entgelterhöhung ist keine ausreichende Antwort auf die ver.di Forderungen.
Von einer ausreichenden „Sicherheit“ bei der Variablen im Nichtvertrieb kann ebenfalls keine Rede sein.
Beim Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen beharrt die Arbeitgeberseite auf die Einhaltung harter Haltepunkte, die den vorgesehenen Schutz wirkungslos machen. Darüber hinaus droht sie mit einem weiteren Personalabbau, wenn eine Ansparung der Stunden bei der altersreduzierten Arbeitszeit nicht ausgesetzt wird.


Jetzt müssen Lösungen her!

ver.di erwartet in den nun anstehenden Gesprächen von der Arbeitgeberseite eine deutliche Bewegung, um die jeweiligen Verhandlungsthemen ausreichend zu lösen. Der weitere Verlauf der Verhandlungen ist vom Ausgang der nun vereinbarten Gespräche im Rahmen der „erweiterten Sondierung“ abhängig.