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Anderes Land, gleiche Probleme:

Anderes Land, gleiche Probleme:

Manevir-Beschäftigte protestieren Histadrut Manevir-Beschäftigte protestieren

Solidarität mit den Beschäftigten des Deutsche Telekom-Auftragnehmers Mavenir in Israel!

Beschäftigte der Deutschen Telekom in Europa haben in jüngster Zeit eventuell Probleme mit den Voicemail-, SMS- und MMS-Diensten ihrer Arbeitgeber bemerkt.

Die Gesellschaften haben diese Dienste an Manevir Ltd. ausgelagert, welches von Israel aus operiert. 250 Manevir-Beschäftigte – Mitglieder der Gewerkschaft Histadrut – protestieren gegen ihren Arbeitgeber, wodurch die T1 Level-Unterstützung beeinträchtigt sowie Software-Updates nicht planmäßig durchgeführt wurden. 

Zwei Punkte stehen im Konflikt mit Manevir im Mittelpunkt:

  • Der Abbau der meisten der FuE-Jobs entgegen des Versprechens des Unternehmens vor anderthalb Jahren
  • Die Versetzung der Beschäftigten der Finanzabteilung in eine neue, nicht-tarifierte Einheit mit geringeren Rechten.


Die israelischen Beschäftigten haben die Maßnahmen gegen das Unternehmen nicht leichtfertig ergriffen. Sie wissen, dass sie Auswirkungen auf die Deutsche Telekom und letztlich auf Kunden in Europa haben werden. „Manevir hat Personal abgebaut und gleichzeitig das Recht unserer Kollegen auf eine Stimme im Betrieb ausgehöhlt“, so die Erklärung des Manevir-Arbeitnehmerausschusses. „Wir sind stolz auf unsere Arbeit und mit unserem Protest fordern wir, dass das Unternehmen seine Versprechen einhält, so dass wir unsere professionellen Standards beibehalten können.“

Der ver.di-Fachbereich Telekommunikation/IT und die One Telekom Union (OTU) – der Zusammenschluss aller Gewerkschaften, die Beschäftigte der europäischen Ländergesellschaften der Deutsche Telekom AG repräsentieren – erklären sich solidarisch mit den Histadrut-Mitgliedern in der Wertschöpfungskette der Deutschen Telekom AG und unterstützen ihre Forderung, das Unternehmen möge ihre Arbeit anerkennen und ihre Gewerkschaft respektieren. Wir fordern Manevir auf, den Konflikt mit seinen Beschäftigten in Israel auf dem Verhandlungsweg zu lösen.