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Zukunft der T-Systems: Alleingang gestoppt!

Zukunft der T-Systems: Alleingang gestoppt!

Proteste zeigen Wirkung


Die Entscheidung über die Teilung der T-Systems International GmbH in zwei Legal-Einheiten ist zunächst vom Tisch – sie wird vertagt.
Dies wurde vom Management der DTAG in einem Gespräch zugesagt, welches zwischen den Herren Al Saleh, Dr. Illek, KBR-Vorsitzenden Josef Bednarski und Lothar Schröder vom ver.di-Bundesvorstand am 31. Januar 2018 stattfand.
Das ein Veränderungsbedarf in der TSI besteht, bestreitet niemand von den Gesprächspartnern. Wie der Umstrukturierungsprozess allerdings arbeitgeberseitig gestartet wurde, kritisieren die Arbeitnehmervertreter.
Es ist gute Tradition im T-Konzern, solche Vorhaben mit den Sozialpartnern vorab kritisch zu erörtern, Alternativen zu durchdenken und Wirkungsanalysen durchzuführen. Auf diesen Weg gelebter Kultur müsse man zurückkommen, wurde gefordert.
Es gäbe noch keine Vorstandsentscheidung zur Neuausrichtung der TSI versicherten Herr Al Saleh und Herr Dr. Illek. Eingeräumt wurde, dass eine missverständliche Kommunikation stattfand und somit unnötige Unruhen ausgelöst wurden.
Verabredet ist: eine gemeinsame Strategie- und eine Steuerungsgruppe einzurichten, um die Veränderungsnotwendigkeiten zu erörtern und auf der Konzernebene nach gemeinsamen Lösungen suchen. Diese „Arbeitsgruppen“ setzen sich aus Vertretern der Arbeitgeber, AN-Vertretern in den Aufsichtsräten, KBR, EBR, GBR und ver.di zusammen. Erste Termine werden derzeit abgestimmt.

„One company“ auch für T-Systems

Wir sind der Auffassung, dass eine Zerschlagung der T-Systems International in zwei Legal-Einheiten überflüssig wie ein Kropf ist. Lothar Schröder, ver.di-Bundesvorstandsmitglied und stellvertretender AR-Vorsitzender der DTAG, fasst die Kritik der Arbeitnehmerseite zusammen: „Die Aufgliederung der Firma in zwei Legal-Einheiten ist ökonomisch wirkungslos, strukturell unklar, praktisch belastend, für den Veränderungsprozess schädlich und den Beschäftigten nicht vermittelbar“.
Die Beschäftigten und ihre gewählten Vertreter befürchten durch die Aufspaltung, dass die nicht profitablen Bereiche in eine „Bad Bank“ überführt werden und der Verkauf dieser Einheit vorbereitet wird.
Dispositionsmasse an der Resterampe will niemand sein.
Wir werden versuchen die Arbeitgeberseite von ihren schädlichen Plänen abzubringen und notfalls werden wir Widerstand leisten.

Sicherheit im Umbruch

Oberste Priorität ist die Sicherung der Arbeitsplätze, ein Verbleib aller Beschäftigten im Konzern muss möglich sein. Neue Perspektiven müssen erschlossen und konsequent zukunftsträchtige Geschäftsfelder auf- und ausgebaut werden. Ein Ausverkauf der T-Systems muss verhindert werden.

Die T-Systems ist ein integraler Bestandteil der Deutschen Telekom – dies sagte u. a. Tim Höttges zuletzt auf dem Forum der Betriebsräte. Hier nehmen wir den Telekomchef beim Wort.
Die Herausforderungen mit der „Digitalisierung – Arbeitswelt 4.0“ benötigen eine starke T-System. Darum muss die Zukunft der T-Systems International GmbH „one company“ heißen – Kundenorientierung aus einer Hand. Dies schafft Vertrauen und trägt zur Sicherung der Arbeitsplätze bei.

 
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