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Bertelsmann erwägt arvato CRM 1 und 2 abzustoßen und schließt …

Bertelsmann erwägt arvato CRM 1 und 2 abzustoßen und schließt arvato CRM 3

Nachdem sich die Verhandlungen zu einem neuen Dienstleistungsvertrag mit der Deutschen Telekom über Monate hinzogen, wurden Eckpunkte für diesen Anfang Mai verabredet. Für den Teil der Belegschaft im CRM 2 ist dies eine gute Nachricht. Für die Kolleginnen und Kollegen im CRM 3 hat jedoch Bertelsmann entschieden, alle Standorte bis spätestens 30.06.2019 zu schließen.

Die Ursachen, seien vielfältig: da wäre zunächst der Rückgang des „Callvolumens“. Diesen scheint es jedoch so nicht zu geben, denn der gesamte Marktumsatz stieg im letzten Jahr um 180 Millionen Euro. Händeringend werden Fachkräfte gesucht.

Auch die „Insourcingstrategie“ der Telekom scheint nur bedingt als Begründung geeignet, denn sie hat ihre Bedarfe bei andere „Outsourcingpartnern“ ausgebaut.

So geht man nicht mit ehemaligen Beschäftigten um! 


Bertelsmann / arvato haben es versäumt, über Restrukturierungsmaßnahmen ihren Beschäftigten längerfristige Perspektiven zu schaffen. Die Auszeichnungen „TOP Arbeitgeber“ und „Weltbester Outsourcingpartner“ müssen wie Hohn in euren Ohren klingen. Mit eurer engagierten Arbeit seid ihr es doch, die dafür sorgen, dass „die CRM-Geschäfte von Arvato profitabel wachsen“ (Pressemitteilung vom 31.01.2018).

Weder liegt es also an der Marktentwicklung, noch an der Rentabilität, und dennoch sollen die Standorte von arvato CRM 3 geschlossen werden. So geht man nicht mit „Familienmitgliedern“ um!

Die Betriebsräte und ver.di bereiten sich gemeinsam auf die zu führenden Verhandlungen hinsichtlich des Interessenausgleiches und des Sozialplanes vor. Es geht darum, wirtschaftliche Nachteile, die durch diese Betriebsschließung hervorgerufen werden, auszugleichen.

Ein Umdenken und die Wahrnehmung der Verantwortung von Bertelsmann/arvato ist aktuell nicht erkennbar. Auch wenn erreicht wurde, dass die Qualitätsprämie bis zum jeweiligen Schließungsdatum weitergezahlt wird.

ver.di wird euch in dem Prozess begleiten. Eine betriebsbedingte Beendigungskündigung habt ihr nach Jahren des Erfolgs nicht verdient!