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IBM-Update vom 18. Februar 2019: Besondere Verhandlungskommission fordert in Neckarsulm Tarifverträge mit Bechtle

Besondere Verhandlungskommission fordert in Neckarsulm Tarifverträge mit Bechtle

Bereits vor mehr als einem Jahr kündigte IBM einen Teilbetriebsverkauf- und Betriebsübergang zu Bechtle an. Die ver.di-Tarifkommission im IBM-Konzern reagierte prompt, bildete eine besondere Verhandlungskommission und forderte Tarifverhandlungen beziehungsweise den Abschluss von Tarifverträgen bei Bechtle. Bisher war Bechtle nicht zu Gesprächen bereit und lehnte den Abschluss von Tarifverträgen ab.
Am 18. Februar 2019 traf sich die besondere Verhandlungskommission in Neckarsulm, um vor der Bechtle-Zentrale der Forderung nach Tarifverträgen Nachdruck zu verleihen. Nachdem der Termin der Bechtle-Geschäftsführung direkt angekündigt war und auch die Presse berichtete, kam dann doch ein Gespräch zustande.
In dem Gespräch kritisierten die ver.di-Vertreter zuerst die Kommunikation und die Abläufe zu dem Betriebsübergang. Nachdem immer wieder rechtliche Bedenken an der Konsistenz einer betrieblichen Überleitungsvereinbarung und neuen Arbeitsverträgen aufgekommen waren, gab es wiederholt Nachbesserungen. Dennoch liegen den betroffenen Beschäftigten immer noch keine abschließenden Vertragsangebote vor.
Am Ende blieb das in konstruktiver Atmosphäre geführte Gespräch in der Substanz ergebnislos, denn Bechtle ist weiterhin nicht bereit in Tarifverhandlungen einzusteigen. "Wir werden unsere Forderungen aufrechterhalten", kündigte Bert Stach, ver.di-Tarifsekretär, an.
"Bechtle will sich in der aktuellen Situation bei den Beschäftigten der IBM als gute Arbeitgeberin präsentieren. Wenn Bechtle allerdings tatsächlich für nachhaltig sichere und gute Arbeitsbedingungen stehen möchte, dann sollte das Unternehmen endlich mit ver.di verhandeln und Tarifverträge abschließen", so erklärte Bert Stach weiter und führte aus, dass ein Betriebsübergang dann weitestgehend unkritisch zu bewerten sei, wenn auch das aufnehmende Unternehmen Tarifverträge abschließt.
 
 
Wenn es um den Beruf und damit um die wirtschaftliche Existenz geht, sollten betroffene IBMer*innen den bestmöglichen Rechtsschutz erhalten. Deshalb bietet ver.di ihren Mitgliedern kostenfreie Rechtsberatung und Rechtsschutz in allen Fragen des Arbeits- und Sozialrechts an. Für den ver.di-Rechtsschutz arbeiten Spezialist*innen für Arbeits- und Sozialrecht aus ver.di und der DGB Rechtsschutz GmbH. Jährlich werden diese in ca. 50.000 Verfahren für unsere Mitglieder tätig. Die Arbeits- und Sozialrechtler*innen beraten im Rahmen der ver.di-Rechtsschutzrichtlinie unsere Mitglieder über die Rechtslage und vertreten sie auch gegenüber dem Arbeitgeber gegebenenfalls auch vor Gericht.
Kontakt zur ver.di Rechtsberatung beziehungsweise zum ver.di-Rechtsschutz gibt es über die jeweiligen ver.di-Bezirke: https://www.verdi.de/wegweiser.

 

 

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