Nachrichten

Berufliche Bedingungen der Beamtinnen und Beamten der Deutschen …

Berufliche Bedingungen der Beamtinnen und Beamten der Deutschen Telekom AG

ver.di fordert Verbesserungen

15.02.2018 -

In den letzten Monaten hat sich eine Vielzahl von wütenden und verärgerten beamteten Mitgliedern der Telekom an ver.di gewandt und bessere Beschäftigungsbedingungen und Perspektiven eingefordert.

Karrierechancen verbessern
ver.di teilt die Anliegen der beamteten Beschäftigten und hat sich mit einem Brief an den Telekom Vorstand gewandt. Darin fordert ver.di konkrete Verbesserungen zu den beruflichen Arbeits- und Einkommens-bedingungen der Beamtinnen und Beamten bei der Telekom ein. Anerkennen von Leistung und Wertschätzung sehen anders aus, als es unsere beamteten Kolleginnen und Kollegen in ihren Alltagserfahrungen erleben.

Jahrzehnte nach der Privatisierung hat sich nichts daran geändert, dass die Beamtinnen und Beamten sich erst aus ihrem aktiven Beamtenstatus beurlauben lassen müssen, um als Tarifkraft eine Karrierechance zu haben. Das ist möglich z. B. im Wege einer höherwertigen Beschäftigung, meist in der nächsthöheren Laufbahn. Ist das geglückt, macht sich der Karrieresprung als Tarifkraft in der beamtenrechtlichen Versorgung je-doch nicht bemerkbar. Der/die betroffene Beamte/-in erhält zwar die Zeit der Beurlaubung als ruhegehaltsfähige Dienstzeit angerechnet, fällt aber mit dem Ruhestand in seine/ihre ursprüngliche Besoldungsgruppe zurück. Zudem ist die Beurlaubung unsicher, weil stets befristet, ohne Garantie einer Verlängerung.

Konzernumbau und Rationalisierungsschutz
ver.di sieht dringenden Handlungsbedarf für die beamteten Beschäftigten (umseitig unsere Forderungen dazu)! Denn von Konzernumbauten sind die Beam-tinnen und Beamte in gleicher Weise, wie die Tarifbeschäftigten, betroffen.

ver.di - aktiv für die Beamt-/innen
Die Beamtinnen und Beamten sind zu Zeiten der ehemaligen Deutschen Bundespost zu einem großen Teil massiv in das Beamtenverhältnis gedrängt worden. Daran hat ver.di die Telekom erinnert und daran, dass sie schon deshalb ihren beamteten Beschäftigen in ganz besonderem Maße verpflichtet ist.

Zum Start in den Wettbewerb Mitte der 90er Jahre wurden sie dringend gebraucht. Das Grundgesetz musste dazu extra geändert werden. Auch heute und in der Zukunft beteiligen sie sich im tagtäglichen Einsatz daran, dass das Unternehmen im Wett-bewerb weiterhin gut aufgestellt ist.

ver.di geht es insbesondere um folgende Forderungen:

  • Abschaffung des einfachen Dienstes
  • Blockbeförderung von A7 nach A8 (vor der Pension mindestens ins 1. Beförderungsamt)
  • Rücknahme der Absenkung der Anzahl der Planstellen (wieder Einführung der 5 %-Quote pro Jahr)
  • Aufhebung der Repressionswirkung des Stellenkegels für Beförderung der Beamtinnen und Beamten und Orientierung an den Berufschancen des Tarifpersonals
  • Laufbahnsprung für die Beamtinnen und Beamten, die mindestens 10 Jahre eine höherwertige Tätigkeit in der Beurlaubung (das ist die Regel in der DTAG) verrichten, und ihr
  • Einsatz in einer der nächsthöheren Laufbahn zuordenbaren Berufstätigkeit erfolgt
  • Tarifvertrag zur Schließung der Versorgungslücke für beurlaubte Beamtinnen und Beamten zu ihrem Statusamt
  • Adäquate Vereinbarung für einen Ratio-Schutz für aktive Beamtinnen und Beamten
  • Verzinsung und Incentivierung von Mehrarbeit in den Lebensarbeitszeitkonten der aktiven Beamten (gemäß Verordnung über Leistungsprämien und -zulagen für Beamtinnen und Beamte der Postnachfolgeunternehmen - PNUPZV, die ggf. weiterentwickelt werden muss)
  • Ausgleichszulage für unverschuldete verspätete Beförderung i.d.R. für aktive Beamtinnen und Beamten (gemäß PNUPZV, die ggf. weiterentwickelt werden muss)