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Ambitionierte FTTH-Ausbauplanung!

Information für Beschäftigte der DT Technik GmbH

Ambitionierte FTTH-Ausbauplanung!

Doch leider zu wenig Planer = temporäre Erhöhung der WAZ? 

Nicht jede Gleichung ist logisch und schon gar nicht zwangsläufig! 

Ambitionierte FTTH-Ausbauplanung gut für Beschäftigung! 

ver.di begüßt ausdrücklich, dass der Telekom Konzern den FTTH Ausbau ambitioniert angehen will und damit auch Perspektiven für Beschäftigung in der DT Technik, sowie anderen Telekom Unternehmen schafft. 

Allerdings gilt es dabei auch, eine in die Zukunft gerichtete Personalstrategie zu verfolgen, die den Ausbau und Eigenbeschäftigung absichert und gleichzeitig die Belastung der vorhandenen Beschäftigten im Blick hat. 

Ausreichend Personal ist gut für den Ausbau und bedeutet gleichzeitig weniger Belastung für vorhandenes Personal 

Insbesondere bei so amitionierten Ausbauzielen ist die Personalplanung eine besondere Herausforderung. Wer aber parallel in seiner Personalplanung immer weniger Beschäftigte einstellt, immer weniger eigene Ausbildung und keine ausreichenden Übernahmeangebote vorsieht, der führt das vorhandene Personal unnötig in eine vermeidbare Belastungssituation! 

ver.di fordert den Arbeitgeber deshalb auf, eine ausgewogene Personalplanung gemeinsam mit den Interessensvertretungen der Beschäftigten und mit ver.di anzugehen. Hierzu gehört zu klären, ob Unter-stützungsleistung aus anderen Bereichen für den Ausbau organisiert werden kann, eine ausreichende Ausbildungsquote bereitgestellt wird, die den Anforderungen der Zukunft gerecht wird und damit verbunden auch eine ausreichende Übernahmequote! 

Aber auch die Frage, welche Ausbildungsplätze angeboten werden und in welchen Bereiche übernommen werden soll, muss unter Beachtung der FTTH Ausbaustrategie, gemeinsam mit den Interessensvertretungen und ver.di, genau unter die Lupe genommen werden! 

ver.di hat zum Ausbau eine klare Position: Eigenbeschäftigung vor Fremdvergabe! 

Die Beschäftigung eigenen Personals sollte klaren Vorrang haben! Dies auch mit Blick auf die geplante Dauer des Glasfaserausbaus, der nun ja kein kurzfristiges Projekt darstellt. Eigenbeschäftigung ist ein Garant für Qualität und Effizienz. In der derzeitigen Ausbauplanung des Arbeitgebers werden allerdings diverse Vergabeszenarien aufgebaut - von „Glasfaser plus“ bis „FiberX“ - an deren Ende immer die Verlagerung von Tätigkeiten bzw. Vergabe von Tätigkeiten an Fremdfirmen steht. 

Vergabe: 
Eine Vergabe bezeichnet einen Auftrag für eine bestimmte Leistung, die an eine andere Firma ausgelagert wird. Hierbei gibt es besondere Regelungen zu beachten, wie z.B. Vergabegesetze, Mindestlohngesetz oder die europäische Entsenderichtlinie. Allerdings gibt es insbesondere bei den beauftragten Unternehmen immer wieder Probleme mit der Einhaltung dieser Regelungen. Zudem sind die beauftragten Unternehmen meist nicht tarifiert oder mitbestimmt!

ver.di hat nicht generell etwas gegen Vergabe, diese kann eine sinnvolle Ergänzung der Personalstrategie darstellen. 

Sie sollte aber nie so angelegt sein, den Kern der eigenen Wertschöpfungkette ersetzen zu wollen. Aktuell gibt es dazu allerdings eine sehr kritische Entwicklung. Denn aktuell muss davon ausgegangen werden, das eben nicht nur mehr Tiefbaukapazitäten, sondern z. B. auch Planungs- und Dokumentationstätigkeiten nach draussen gegeben werden sollen. Dies gilt es aus Sicht von ver.di so weit als möglich zu verhindern. Hier kann besser Eigenbeschäftigung im Unternehmen gehalten und auch neue Beschäftigung organsiert werden! Dann findet diese auch sicher zu fairen Bedingungen und vor allem auf einem hohen qualitativen Niveau statt. Dafür setzt sich ver.di ein! 

Stärker mit Dir! Stärker mit Dir!

Beschäftigte sind in vielen Bereichen schon heute an ihren Belastungsgrenzen! 

Bei all diesen Szenarien kommt nun noch hinzu, dass der Arbeitgeber offensichtlich jetzt in Erwägung zieht, bestimmte Beschäftigungsgruppen der DT Technik (es geht ihm aktuell wohl insbesondere um Planer) mit einer angeordneten Erhöhung der Wochenarbeitszeit um 4 Stunden zu konfrontieren. Und dies ohne Bereitschaft, vorher oder parallel mit der betrieblichen Interessensvertretung und ver.di in Gesprächen zu alternative Möglichenkeiten einer Kapazitätsabdeckung gehen zu wollen!

Dieses Vorgehen ist für ver.di und die ver.di Betriebsräte völlig inakzeptabel. 

Wenn Mehrbedarfe für den Ausbau gedeckt werden müssen, müssen dringend Gespäche geführt werden, was alternativ zu einer möglichen, temporär geplanten, angeordneten Wochenarbeitszeitverlängerung getan werden kann, um diese zu decken. Schließlich ist der Glasfaserausbau ein wichtiges strategisches Vorhaben, zu dem das Management keine unnötigen Konflikte provozieren und vor allem auch keine zusätzliche Belastung der Beschäftigten erzwingen sollte! Alternativen müssen deshalb unmittelbar diskutiert, abgewogen und organisiert werden. Und diese sollten übergreifend im Konzern diskutiert werden, da wir wissen, das z.B. gleichzeitig in anderen Unternehmen des Konzerns der Arbeitgeber gerade den Beschäftigten erklärt, dass die Wochenarbeitszeit in bestimmten Bereichen eigentlich abgesenkt werden müsste, weil dort ansonsten nicht ausreichend Arbeit vorhanden sei! 

ver.di fordert, die Harmonisierung der Tariflandschaft im Telekomkonzern zu nutzen, um mit Blick auf die Gesundheit der Menschen Ausgleichsmöglichkeiten mit den betrieblichen Interessensvertretungen und ver.di, beschätigungssichernd zu beraten und umzusetzen! 

Keine Personalpolitik nach Gutsherrenart 

ver.di wird dem Arbeitgeber klar aufzeigen, dass die Beschäftigten und auch die ver.di Betriebsräte eine Personalpolitik nach Gutsherrenart nicht hinnehmen werden! Der Glasfaserausbau kann nur gemeinsam mit den Beschäftigten, aber nicht gegen sie gelingen. Deshalb muss bei der Deckung von Mehrbedarfen die Eigenbeschäftigung vor Vergabe, die Freiwilligkeit bei Arbeitszeitfragen, die Beachtung der Belastungsgrenzen und die Nutzung aller Übernahmemöglichkeiten den Vorrang haben. 

Stark für dich! Wer mehr will, muss mehr werden! 

Gewerkschaft heißt Zusammenhalt und Solidarität leben. 

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