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Es geht um mehr als die Ausbildungsquote bei der Deutschen Telekom

Es geht um mehr als die Ausbildungsquote bei der Deutschen Telekom

Nächste Verhandlungsrunde steht an

Am 1. März findet ein weiteres Gespräch zur Ausbildungsquote bei der Deutschen Telekom statt. Konkret geht es um die Ausbildungsleistung ab Herbst 2022. Die ver.di-Delegation hat ihre Erwartungen bereits in den letzten beiden Treffen dargestellt und begründet. Sie erwartet mindestens eine gleichbleibende Ausbildungsleistung.
Neben den Gesprächen zur Ausbildungsquote stehen ebenfalls auch die Themen zur Mitbestimmung bei der Ausbildung im T-Konzern, zur Ausbildungsmethodik und die Ausbildungsstandorte in den Regionen auf der Agenda.


Corona beeinflusst Ausbildungsmarkt

Aufgrund der anhaltenden Pandemie spitzt sich die Lage auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu.
Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wurden 2020 57.600 Ausbildungsverträge weniger abgeschlossen als im Vorjahr. Dies entspricht einem Minus von 12 Prozent. Damit verbunden, ging das Ausbildungsplatzangebot um 8,8% zurück.
 
Die Zahlen des BIBB zeigen, wie wichtig die ver.di Forderungen für den zukünftigen Fachkräftebedarf der Bundesrepublik als auch für den T-Konzern sind. Die Deutsche Telekom muss sowie andere Großkonzerne, nun auchihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen!


Politik stellt klare Anforderungen

Sowohl der Vorsitzende des DGB sowie Spitzen der deutschen Arbeitgeberverbände als auch Bundespräsident FrankWalter Steinmeier richteten schon im Sommer 2020 einen Appell an Ausbildungsbetriebe: „Wir rufen die Unternehmen in Deutschland auf: Setzen Sie wo immer möglich und trotz schwieriger Rahmenbedingungen, Ihr Engagement für die Ausbildung fort, schaffen Sie Ausbildungsplätze.“
 
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), bekräftigte dies am 20. Februar 2021 in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, in dem er einen Einbruch bei den Ausbildungsstellen als fatal für alle bezeichnete.
 
Ebenso beziehen weitere Akteure aus der Politik klar Position.
 
Dennis Radtke, Mitglied des Europäischen Parlaments (CDU) in einer Videobotschaft:

„…die Telekom ist nicht irgendein x– beliebiger Technologiekonzern, sondern der Bund ist immer noch größter Aktionär und wir brauchen jetzt, gerade in dieser Krise, Leuchttürme, die ein starkes Signal setzen…“

Dennis Radtke, MEP

 

 

 

Sabine Zimmermann, Mitglied des Deutschen Bundestags (Die Linke) in einer Videobotschaft: 

„Als führender Telekommunikationsanbieter steht die Telekom in der Verantwortung, die Fachkräfte von morgen auszubilden. Deshalb: Ausbildungsplätze sichern!“

Sabine Zimmermann, MdB

 

Wir fordern die Deutsche Telekom auf, an der bisherigen Ausbildungsleistung festzuhalten. Es ist nicht die Zeit gesellschaftliches Engagement zurückzufahren!

Nun ist die Deutsche Telekom am Zug.

Gemeinsam mehr erreichen!

Für eine gute Ausbildung bei der Deutschen Telekom AG

https://mitgliedwerden.verdi.de


 

ver.di
© © Kay Herschelmann

Christoph Schmitz, Mitglied des ver.di-Bundesvorstands:

„Wir erwarten von der Deutschen Telekom AG eine Ausbildungsleistung mindestens auf dem bisherigen Niveau. Zudem sollten sie andere Unternehmen und Behörden durch Verbundausbildungsformen unterstützen. Funktionierende, vorhandene und gute Ausbildungsstrukturen in solch einer Situation einzureißen ist fahrlässig für den Telekom-Konzern und verstärkt den negativen Trend am Ausbildungsmarkt.“

Beate Müller-Gemmeke
© privat

Beate Müller-Gemmeke, Mitglied des Deutschen Bundestags (Bündnis 90/Die Grünen):

„Gerade jetzt muss die Telekom engagiert Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Junge Menschen brauchen auch in der Corona-Pandemie Chancen und Perspektiven. Auch mit Blick auf die Digitalisierung ist Ausbildung dringend notwendig, um einen Fachkräftemangel zu vermeiden. Es gibt also viele gute Gründe für mehr Ausbildung. Hier geht es um Vorbildfunktion und auch um gesellschaftliche Verantwortung und dem muss die Telekom gerecht werden!"

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