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IBM-Update vom 3. April 2019: Resolution zu Kündigungen bei IBM

IBM-Update vom 3. April 2019: Resolution zu Kündigungen bei IBM

Die am 3. April 2019 in Berlin tagende ver.di-Bundesfachbereichskonferenz hat sich mit aktuellen Lage bei IBM auseinandergesetzt und zur bei IBM laufenden Kündigungswelle einstimmig eine Resolution verabschiedet. Die Resolution wurde von Bettina Bludau, der ver.di-Bundesfachgruppenvorsitzenden IT/DV, eingebracht:

Kündigungen zurücknehmen!

In der vergangenen Woche, am 27. und 28. März 2019, hat IBM eine neue, nicht nachvollziehbare Kündigungswelle gestartet. Ungefähr 50 Kolleg*innen, die dem Betriebsübergang zu Bechtle widersprochen haben, erhielten eine betriebsbedingte Beendigungskündigung. Das ist den Menschen gegenüber unverschämt!

Die Kündigungen sind für einen Konzern, der Jahr für Jahr hunderte von Millionen Euro an den amerikanischen Mutterkonzern überweist, völlig unangemessen, skandalös und kaum durch ökonomische Notwendigkeiten erklärbar. Für die betroffenen Kolleg*innen ist im IBM-Konzern Arbeit offensichtlich ausreichend vorhanden, so dass einer alternativen Beschäftigung nichts im Wege steht.

Mit dem Ausspruch der Kündigungen missachtet IBM aus Sicht der ver.di-Bundesfachbereichskonferenz TK/IT sowohl die Rechte als auch tarifvertragliche Zusagen sowie auch die moralische Verpflichtung gegenüber den betroffenen IBMer*innen.

Dies ist ein Schlag ins Gesicht der betroffenen Beschäftigten!

Die ver.di-Bundesfachbereichskonferenz TK/IT erklärt sich mit den gekündigten Kolleg*innen bei IBM solidarisch und fordert die IBM auf, diese Kündigungen unverzüglich zurückzunehmen und ihrer sozialen Verantwortung gegenüber den Beschäftigten gerecht zu werden.

Hintergrund ist ein Umgang der IBM mit seinen Beschäftigten, dass in der Tat auch in einer juristischen Einschätzung von ver.di als skandalös bewertet wird. Auf Beschäftigte, die im Zusammenhang mit dem Betriebsübergang zu Bechtle von ihrem Recht auf Wahl des Arbeitgebers Gebrauch gemacht haben, wird erheblicher Druck ausgeübt. Im Raum stehen mögliche Versetzungen und Androhungen von Gehaltskürzungen. "Was hier momentan abgeht ist die pure Hölle", ist ein Statement, das aus dem Kreis der betroffenen Beschäftigten formuliert werde.

 

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