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Tarifrunde T-Systems: Das war kein „Angebot"! So nicht, Herr …

Tarifrunde T-Systems: Das war kein „Angebot"! So nicht, Herr Al-Saleh!

Erstes „Angebot“ von der Arbeitgeberseite


In der 4. Verhandlungsrunde am 12. Juli 2018 in Euskirchen hat die Arbeitgeberseite der ver.di Verhandlungskommission nach mehreren Sondierungsgesprächen folgendes „Angebot“ unterbreitet:

  • 12 Leermonate
     
  • Erhöhung der Entgelte und Entgeltbänder um 1,6 Prozent ab dem 01. April 2019
     
  • Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019 (21 Monate)

  • Festlegung auf 100% Zielerreichung der Unternehmensziele für 2018

  • Aussetzung der Regelungen zur altersbedingten reduzierten Arbeitszeit bis zum 31. Dezember 2020

  • Schutz vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen bis zum 31. Dezember 2020, allerdings nur bei quartalsmäßiger Erfüllung von festgelegten Kennzahlen zur Kosten- und Personalreduzierung. Werden diese Kennzahlen nicht erfüllt, endet der Verzicht automatisch unmittelbar.


Die von ver.di als Gesprächsbedarf angemeldeten Punkte zur dauerhaften Abschaffung der Variablen für die Kolleginnen und Kollegen im Nichtvertrieb sowie zur gesicherten Bandwanderung oberhalb von 110% blieben von der Arbeitgeberseite unbeantwortet.


4. Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

Die ver.di-Verhandlungskommission bewertet das Angebot als Provokation und hat dieses als völlig unzureichend zurückgewiesen.

12 Leermonate und die dann in 2019 erfolgende geringe prozentuale Entgelterhöhung bedeuten für die Beschäftigten einen massiven Reallohnverlust.

Zum heutigen Zeitpunkt gibt es überhaupt keine verlässlichen Zahlen zur Personal- und Kostenreduzierung. Ein Kündigungsverzicht mit diesen harten Einschränkungen ist mit ver.di nicht verhandelbar, da er so völlig wertlos ist. Die Verhandlungskommission hat die Arbeitgeberseite aufgefordert die Zeit bis zur nächsten Verhandlungsrunde zu nutzen, um das Angebot deutlich nachzubessern. Diese soll in den nächsten vier bis sechs Wochen stattfinden.
ver.di wird nun intern die Situation beraten und die weiteren Schritte auch im Hinblick auf stärkere Arbeitskampfmaßnahmen vorbereiten. Die Streikmaßnahmen der letzten Wochen haben dazu geführt, den Arbeitgeber wieder an den Verhandlungstisch zu bewegen.
 
Jetzt gilt es, den Druck für ein verbessertes Angebot zu erhöhen!