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ISS: Zahltag: Tarifliche Entgelte steigen ab Januar um 1%

ISS: Zahltag: Tarifliche Entgelte steigen ab Januar um 1%

ver.di wirkt! Zukunft statt Sanierung.

Anfang des Jahres hatte das Unternehmen ISS Communication Services seinen Beschäftigten im Haustarif (Angestellte und Gewerbliche) mit Sanierungsthemen gedroht. Ver.di konnte diesen Angriff abwehren und stattdessen eigene Themen verwirklichen. Dazu gehört u.a. der Schutz vor betriebsbedingten Änderungskündigungen bis zum 30.6. 2022, eine Fortführung der betrieblichen Altersvorsorge um 1 Jahr und die tabellenwirksame Entgelterhöhung von 1% zum 1.Januar 2022.
Die Tarifbeschäftigten und damit auch Auszubildende und dual Studierende können sich über mehr Geld in der Tasche freuen.

Was wurde aus besser machen?

In einer Umfrage an die Beschäftigten haben wir seinerzeit gefragt, was alles besser gemacht werden muss. Hintergrund war, dass die ISS CS Einsparpotential bei den Beschäftigten gesehen hat, aber viele Prozesse und Systeme mangelhaft waren, die für einen effizienten Einsatz der Belegschaft sorgen könnten.

Die Umfrage erfreute sich einer regen Beteiligung und die Kernthemen der Beschäftigten lagen in den Bereichen IT-Prozesse, Prozesse und Kommunikation sowie Wertschätzung.

Die Steuerungskommission hat sich diese Themen auf die Agenda geschrieben. Die Kommission besteht aus Dirk Schug und Dorothea Forch für die Arbeitnehmer_innen sowie Malte Hansen und Markus Cremer für die Arbeitgeberin. Sie hat bereits viermal getagt und sich zu den Themen KeyUser-Konzept, Kommunikationskonzept und Field Flex für Grünflächenpfleger_innen ausgetauscht.
 
„Das Ziel der Steuerungskommission ist es, Impulse ins Unternehmen zu geben, um die Stellschrauben im Sinne der Beschäftigten zu drehen“, so Dorothea Forch, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, „Das sind am Ende trotzdem lange Prozesse und Effekte nicht immer gleich sichtbar. Wir können das Unternehmen hier aber auch noch nicht aus der Pflicht entlassen. Die beschäftigen müssen die Effekte sehen und in ihrer täglichen Arbeit spüren können.“

Jobticket ist auf dem Weg

Eine weitere Vereinbarung aus den Verhandlungen war es, dass sich eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter_innen, die Möglichkeit der Einführung eines Jobtickets prüft. Auch in dieser Thematik konnte ein Durchbruch erzielt werden, sodass erstmals für die Beschäftigten in ca. 3 Verkehrsverbünden im neuen Jahr nach interner rechtlichen Prüfung ein Jobticket angeboten wird. Eine Kommunikation wie die Beschäftigten daran teilnehmen können, ist noch in Abstimmung.

Wie geht es weiter?

Die Ziele für die positive Entwicklung der wirtschaftlichen Ergebnisse kann man als durchaus erreicht bezeichnen. Dass es kein Ausruhen geben wird, hat die Unternehmensleitung bereits angedeutet. Auch in der Zukunft braucht es deshalb eine starke Vertretung der Beschäftigteninteressen.

Der Tarifvertrag läuft bis zum 30.6.2022. Der Kündigungsschutz läuft zu diesem Zeitpunkt aus. Wie wir damit umgehen werden, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten mit unseren Mitgliedern diskutieren. 

Gute Tarifverträge gehen nur gemeinsam. Eine Gewerkschaft ist so stark, wie die Kraft ist, die ihre aktiven Mitglieder im Betrieb ihr verleihen.
Gute Tarifverträge fallen nicht vom Himmel. Wer jetzt und auch in Zukunft gute Tarifverträge will, muss sich einbringen, muss mitziehen und muss ver.di-Mitglied werden! 

www.mitgliedwerden.verdi.de